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Wintertale
20.11.2017, 17:42
Beitrag #1091
RE: Wintertale
15


Langsam schob Suzanne ihre Hand unter Alexejs Shirt und legte sie auf seinen nackten Bauch ab. Sein Wecker hatte Beide aus dem Schlaf gerissen.Zerknittert sah er auf sein Smartphone und versuchte so müde wie seine Augen noch waren irgendwas zu erkennen.
Suzanne hielt ihm verschlafen ihre Lesebrille endgegen.
Alexej schmunzelte und zog sie auf.
"Wann musst Du los?" Suzanne stöhnte müde und kniff ihre Augen zusammen , während sie sich wieder an ihn heran kuschelte.
Alexej legte Smartphone und Brille beiseite.
"Gar nicht!"
"Ich denk du wolltest ab heute wieder in die Galerie?"
"Wollte ich auch...aber wir müssen hier dein Chaos erstmal beseitigen!"
"Wir?"
"Wenn ich dich jetzt nicht drängen würde , würdest du dir gar keine Möbel besorgen und unser Kind bleibt hier in dem Zimmer bis es auf College geht!"
Suzanne setzte sich auf und sah ihn baff an.
"Gar nicht! Ich hab schon im Kopf einen Plan wie es aussehen soll!"
Sie patschte ihm auf den Bauch und begann zu grinsen.
Alexej zog seine rechte Augenbraue nach oben.
"Ja wie denn? Die Umzugskisten so stellen das ein Sofa draus wird und eine Decke drüber werfen?"
Suzanne legte ihren Kopf schief und verdrehte leicht ihre Augen.
"Nein...ich möchte so ein kleines schnuckeliges Sofa , weiß...dazu weiße Schränke..."
"Kleines Sofa und weiß mit einem Baby?"
"Ja was passt Dir da jetzt wieder nicht!" Sie sah mürrisch zu ihm .
Alexej grinste und zog sie in seine Arme.
"Wenn es klein ist , ist es viel zu ungemütlich...da passt nur einer drauf und man kann nicht ausgiebig mit dem Baby kuscheln...und weiß ist ungünstig sobald es anfängt sein Essen auf Dir und allem anderen zu verteilen.."
"Wenn ich allein mit dem Baby kuschel , dann reicht ein kleines.." Suzanne stand auf und lief ins Badezimmer. Alexej seufzte und folgte ihr.
"Wir waren uns einig das wir...es auf die lockere Art halten..."
"Aber du fehlst mir immer mehr..." Suzanne stieg unter die Dusche.
Sie riss die Duschtür auf und zeigte auf Alexej.
"Und schieb es nicht auf die Hormone! Die Gefühle waren schon vor der Schwangerschaft da!"
"Auch meine Ehe ist kaputt gegangen Suzanne! Ich muss das alles erstmal auf die Reihe bekommen..."
"Gemeinsam...so könnten wir das eventuell schaffen! Aber du verschließt Dich!"
Sie schloß die Duschtür. Alexej seufzte und zog sich aus.Er huschte mit unter die Dusche.
"Wie soll ich denn deiner Meinung nach reagieren?"
"Flieg doch zu Roth wenn du unbeding bei ihr bleiben willst...renn ihr doch wieder hinter her! Folg ihr von mir aus um den gesamten Globus! Aber verarsch mich nicht länger!"
"Ich verarsch Dich doch nicht!"
"Doch! Du bist so liebevoll ,zärtlich und kümmerst Dich so toll um mich...aber nur so lang du nicht an Roth denkst! Wenn sie heute wieder kommen würde , würdest Du mich links liegen lassen! Gibs doch zu Alex!"


"Was ist das denn?" Clara sah verwirrt auf einen dicken Umschlag den Alexej ihr auf den Küchentisch gelegt hatte.
"Mach auf und mach damit was du willst!" Alexej nahm George auf seinen Schoß und bekam von ihm ein Küsschen zur Begrüßung.
Clara öffnete unsicher den Umschlag und zog 10 Eintrittskarten für ein Konzert von Roth´s lieblings Sängerin hervor.
"Was ist das denn?"
"Das wollte ich Roth nächstes Jahr zum Geburtstag schenken...liegt auch in dem Zeitraum."
Er zeigte auf das Datum auf einer der Karten.
"Sollte ein ruhiger Abend für alle Erwachsenen der Familie werden...Janine wollte sogar Babysitten...war schon alles geplant. Eine Suite ist bereits in New York gebucht! Ihr könnt sie liebendgern nutzen...Ein Tisch in einem kleinen Cafe , welches Ich und Roth endeckt haben...ist ebenfalls reserviert. Da ich und Roth das nicht mehr nutzen werden , könnt ihr es. Kate und Patty sind ebenfalls mit eingerechnet..."
"Dad das...denkst Du nicht das Roth bald zurück kommt?"
Clara wurde blass. Alexej schüttelte seinen Kopf.
"Heute wurde eine Anzahlung für ein Haus in Kingsussie abgebucht...und ebenfalls eine für ein Auto...Ich glaube das es kein verlängerter Urlaub bei ihr wird!"
"Und was machst Du jetzt? Also wie geht es bei Dir weiter?"
"Ich werde Vater...und werde zu dem Kind und der Frau dazu stehen! Ich bleibe bei Suzanne!"
"Endgültig?"
"Wo ist Roth?Abgehauen! Sie will mich nicht sehen!Wenn ich anrufe drückt sie mich weg! Nachrichten beantwortet sie nicht! Suzanne zeigt mir immer mehr wie sehr sie mich braucht! Sie BRAUCHT mich...Roth braucht mich nicht...nur finanziell..aber scheiß drauf!Soll sie sich doch 10 Häuser kaufen! Wenn nichts mehr da ist , ist halt nichts mehr da!
Ich warte nicht mehr auf sie!"
"Ich unterstütze dich egal bei was..." Clara lächelte ihm schief zu.
Alexej hob George wieder zurück auf seinen Schoß und sah lächelnd zu Clara.
"Danke...wärst du böse wenn..."
"Wenn du zu Suzanne ziehst?"
Alexej nickte.
"Naja nicht sofort...aber je näher der Termin rückt um so panischer wird Sie mit dem Gedanken daran allein zu sein...und das ist sie ja nicht! Ich will doch für Sie da sein...So oft ich kann!"
"Dann mach das auch! Steh zu deinem Wort! Ich an ihrer Stelle wäre durchgedreht!"

Immer noch mit schlechter Laune auf Alexej öffnete Suzanne am Abend die Tür.
Alexej stand mit seiner Reisetasche in der Hand vor ihr und lächelte sie schief an.
"Ich müsste nur ab und zu nach der Post sehen...und BITTE lass uns morgen endlich nach Möbeln gucken!Ich werde sonst wahnsinnig!"
Suzanne sah noch leicht beleidigt zu ihm. Sie nickte leicht lies ihn ins Haus.
"Wir müssen aber am Freitag zu mir! Ich habe mich zum Babysitten gemeldet...Alice hat mich überredet...und Du musst dabei sein meinte Sie!"
"Und Du?Was meinst Du?"
"Wie so oft bin ich ihrer Meinung..." Alexej schmunzelte.
Auch wenn sie noch sauer auf ihn war , diesem Lächeln konnte sie nicht wiederstehen.
"Wir sollten heute Abend gut überlegen wo wir was hinstellen...das Babyzimmer kommt ins alte Arbeitszimmer und das Arbeitszimmer kommt ins alte Gästezimmer , inklusive Schlafcouch."
"Das klingt nach sehr viel Arbeit...wir sollten das machen lassen!"
"Und wo sollen wir in der Zeit hin?" Suzanne schüttelte ungläubig ihren Kopf und grinste.
"Kannst du noch fliegen?"
"Klar..."
"Wie wäre London?" Er hob lächelnd seine rechte Augenbraue ,stellte seine Reisetasche ab und zog sie in seine Arme..


16

Nackt , verschwitzt und eng auf Alexejs Schoß , legte Suzanne ihre Arme um seinen Nacken , kuschelte ihr Gesicht an seine Halsbeuge und fuhr mit ihren Fingern in seine Haare.Mit dem Rücken an der kühlen Wand saß Alexej da , fuhr ebenfalls mit einer Hand in ihre Haare und die andere legte sich um ihre Taillie.
So oft wie sie schon mit einander geschlafen hatten , so liebe-und respektvoll war noch keine Nacht gewesen...
Alexej bedeckte Suzanne´s nackte Hüften mit der Bettdecke. Danach fuhren seine Finger wieder liebevoll durch ihre Haare und Alexej begann zu lächeln , als er spürte das sie wieder begonnen hatte leicht durch seine Haare zu kraulen.
"Fühlst Du dich gut?" Er flüsterte leise und küsste sanft auf ihr Ohr.
Suzanne nickte leicht und küsste als Antwort hauchzart auf seinen Hals.
"Willst Du ein Bad nehmen?"
Suzanne löste sich leicht von Alexej und lächlte ihn an.
"So...romantisch auf einmal?" Sie stand auf und griff nach ihrem Morgenmantel.
Alexej kratzte sich verlegen am Hinterkopf und grinste sie an.Wie immer kniff er dabei ein Auge zu. Suzanne liebte diesen Anblick. Sie biss sich sanft auf ihre Lippen und seufzte leise.
"Du weißt wie man sich versöhnt hm?"
"Hatten Wir Streit?" Alexej ging zu ihr und legte seine Hände auf ihre Hüfte und hob lächelnd seine Augenbrauen.
"...gut dann sieh es als "Willkommensgeschenk" an.." Suzanne schmunzelte und strich mit ein paar Fingerspitzen über seinen nackten Bauch.

Alexej reichte ihr ein Glas hellen Traubensaft und setzte sich ihr gegenüber auf Boden neben der Wanne.
"Schade das die Wanne so klein ist...wie ist dein Appartement in London?"
"Klein..." Alexej schmunzelte.
"...und deswegen werde ich dich ins "Hotel 41" in London einladen..." Er nippte ebenfalls an einem Glas hellen Traubensaft.
"Alex das Appartement würde mir reichen..."
Bei seinem Blick merkte sie das Alexej nicht ins Appartement wollte. Suzanne sah stumm auf ihr Glas herab.
"Suzanne es..."
"Ist okay...ich hab die Hoffnung das Roth irgendwann mal aus deinen Gedanken und Entscheidungen verschwindet."
"Eigentlich wollte ich ins Hotel , weil sie da große Badewannen..und für uns eine Suite mit verglasten Dach über dem Bett haben..."
Alexej stand auf und setzte sich auf den Wannenrand.
"Lüg ruhig weiter so charmant..." Suzanne lächelte schief und sah weiterhin auf ihr Glas.
Alexej strich ihr ein paar Haare hinter ihren Ohren und küsste liebevoll auf ihren Hals.
Suzanne schloß lächelnd ihre Augen.
"Du bist ein Dieb...nimmst Dir was und wen du willst..."

"Wir sollten die große nehmen!" Alexej stellte sich hinter Suzanne und zeigte auf eine große Couch in U-Form. Suzanne rümpfte leicht ihre Nase.
"Sie ist braun.."
Alexej verdrehte lächelnd seine Augen und lief zur Couch. Prüfend sah er auf den Informationszettel und sah sie lächelnd an.
"Die gibt es noch in grau und schwarz weiß..."
Suzanne lief zu ihm und setzte sich.
"Du willst sie doch nur , weil sie so groß ist!"
"Ja!" Alexej grinste und setzte sich neben sie. Er strich sanft über ihren Bauch.
"Stell dir mal vor , das kleine Wesen da kuschelt mir Dir und ich leg mich dazu...da brauchen wir so eine Couch!"
Suzanne grinste ihn an und begann ihn zu küssen.
"Überredet.."
Matthew und Clara , die ebenfalls nach einer neuen Couch suchten , liefen durch die Gänge.Matthew sah Alexej und Suzanne wie sie auf der Couch sanfte Küsse austauschten.
Er blieb abrupt stehen und Clara , die noch einer anderen Couch hinterher gesehen hatte , prallte gegen ihn.
"Matt!"
"Guck doch mal da drüben.." Er nickte in die Richtung von Alexej.
Clara sah zu beiden , zwar fand die es irgendwie gut das Alexej nun zu Suzanne stand , verkniff sich Matthew wegen aber jede Regung. Matthew nahm sie bei der Hand und drehte um.
"Komm wir gehen woanders hin!"
"Matt!" Clara blieb stehen und löste sich von ihm.
"Wir können es NICHT ändern!"
"Aber akzeptieren muss ich es nicht!"
"Deiner Kinder...und mir wegen schon...Er ist immerhin mein Dad!"
Clara schulterte ihre Tasche und lies ihn stehen...


17


"Oh wow Du siehst großartig aus!" Janine lief Suzanne , die Alexej einen Besuch in der Galerie abstatten wollte , endgegen und nickte ihr anerkennend zu. Suzanne lächelte sie zufrieden an und küsste sie links und rechts auf ihre Wangen.
"Danke! Ich fühl mich auch großartig! Nur brauch ich langsam bessere Sachen..wird eng!"
Sie strich über ihren Bauch und grinste.
"Wird auch deswegen eng , weil Alexej mich zu regelmäßigen Mahlzeiten zwingt!"
"Hmm...er meinte das Baby ist etwas zu klein?"
"Ja gestern als wir beim Ultraschall waren , meinte meine Ärztin das dass Baby schon aufgeholt hat , aber noch etwas zu klein sei..."
"Das holst du am Ende alles auf , wenn du nur noch herum liegst und wartest das alles los geht...was wird es eigentlich?"
"Das wissen wir immer noch nicht! Wir hoffen auf die Zeigefreudigkeit beim nächsten Mal!"
"Dann kommt es schon mal nicht nach Alex , wenn es sein Geschlechtsteil nicht zeigen will!" Janine grinste und lief mit ihr hinauf zu den Büros.
"George zum Beispiel...auf ihn hatte ich am Sonntag aufgepasst und der kleine Mann wollte sich einfach nicht anziehen lassen und lieber so nackt wie er war im Haus herumlaufen...das hat er nicht von Clara und soweit ich weiß auch nicht von Matthew...DAS kann er nur von einem haben.." Janine verschränkte ihre Arme und nickte zu Alexejs Büro. Beide grinsten sich an.
"Irgendwann wird er mal vernünftig." Suzanne lächelte und lief zu seinem Büro.
"Na viel Glück!" Janine zwinkerte ihr zu und verschwand in ihrem.

"Ich geh doch zu keinem Kurs bei dem Du lernst wie man atmet!"
Alexej sah Sie leicht genervt an und verdrehte seine Augen.
"Da lernt man noch viel mehr...wie man es wickelt , es badet...erste Anzeichen für sämtliche Veränderungen...wie man mit Koliken umgeht...mit den ersten Zähnchen.."
Suzanne stellte sich hinter Alexej und küsste sanft auf seinen Kopf.
Alexej sah zu ihr herauf.
"Baden und wickeln kann ich schon..."
"Aber ICH nicht...und ich glaube kaum das Matthew und Clara uns helfen würden.." Sie sah maulig zu ihm herunter. Alexej seufzte.
"Kannst du da nicht allein hingehen?"
"Nein! Du kommst schön mit!"
Sie fuhr sanft mit ihren Händen über seine Brust und begann ihn zu küssen.
"Oder hast Du Angst?"
Alexej verzog mürrisch sein Gesicht und knurrte vor sich hin.
"Nein..."


Alexej saß mit Suzanne auf dem Boden , saß hinter ihr und massierte sanft ihre Schultern , während die kurshaltende Hebamme die normalen Abläufe der Geburt erklärte.
Nachdem sie alles durchgegangen waren , Atemübungen durchgeführt hatten ging es daran für jede werdende Mutter und jeden zukünftigen Vater einmal das Baby , in Form einer Puppe, zu Baden , zu wickeln und frisch anzuziehen.
Alexej und Suzanne ließen den nervösen , jüngeren Pärchen den Vortritt und waren eines der letzten Paare die an der Reihe waren.
Suzanne begann erst etwas scheu das Kind zu baden , fand dann aber schnell den roten Faden der sie durch ihre Aufgaben führte.
Alexej zeigte sich dabei geschickter und routinierter. Die Hebamme nahm ihm zufrieden die Babypuppe ab und lächelte ihn an.
"Sie können ja ihrer Tochter zuhause noch etwas zur Hand gehen..."
Alexej sah sie verwirrt an.
"Ja das mache ich ab und zu auch...mit drei Kindern ist es für sie nicht leicht..."
Jetzt war es die Hebamme die ihn verwirrt ansah.
"Ich denke Suzanne bekommt ihr erstes Kind?"
Alexej begriff das Sie ihn für den Opa des Kindes hielt. Er hob langsam seine rechte Augenbraue und zog seine Mundwinkel spitz nach oben.
Die Hebamme riss erschrocken ihre Augen auf.
"Es..tut mir leid.."

"Bist Du noch beleidigt?" Suzanne setzte sich zu Alexej ins Bett und lächelte ihn an.
"DESWEGEN wollte ich auch nicht mit!" Alexej sah zerknirscht auf sein Tablett-Pc.
Suzanne grinste und küsste sanft auf seinen Hals.
"Sie war sehr jung...sie hat nicht soviel Erfahrung...sie wird öfter in solche Fettnäpfchen treten! Sie hat sich doch entschuldigt..."
"Trotzdem! Wenn ich das Kind mal in die Schule bringe , werden sie auch fragen ob ich der Opa bin...ist ja auch logisch , weil George und Maggie schon in höhren Klassen sind und Alice schon auf dem College!...falls ich da noch lebe!"
"Oh Alex..." Suzanne setzte sich hinter ihn und strich sanft über seine Schultern.
"Mein Dad war auch viel älter und trotzdem war er wunderbar! Ich war sein Ein und Alles...und Du wirst genau so großartig sein! Weil Du alles genießen kannst! Du bist abgesichert und musst keinem Job mehr hinter her rennen! Eigentlich musst Du dich nur noch zurücklehnen und genießen...jeden Tag mit deinem Kind. Wenn es ein Junge wird , kannst du ihm alles zeigen was ein Mann wissen muss! Und bei einem Mädchen wirst du sie brav mit ihren Freundinnen zu den Malls fahren und sie beim Abschlussball vor den bösen Jungs warnen..."
Suzanne kraulte durch seine Haare und lächelte ihn an.
"Und wenn Wir nach New York ziehen? Da gibt es auch bessere Schulen als hier!"
Suzanne grinste und strich sanft über seine Wangen.
"Und da hält man Dich sofort für den Daddy?"
Alexej zog seine Augenbrauen zusammen.
"Ich kauf Dir ein Shirt mit "#1 Daddy"! Da weiß jeder sofort bescheid!"
Alexej stand auf und streckte sich.
"Mach Dich ruhig lustig..."
"Komm wieder ins Bett und sei nicht albern!" Suzanne deckte das Bett ab und warf ihm ein Dekokissen zu. Alexej knüllte es in seinen Fingern zusammen und drehte es dabei hin und her.
"Komm ins Bett!" Suzanne zeigte auf seine Seite. Alexej seufzte und warf das Kissen zu den anderen. Er legte sich ins Bett und Suzanne legte sich zu ihm.
Ihre Hand fuhr unter sein Shirt und sie kraulte über seinen Bauch.
"Jetzt beruhig Dich und kraul mir den Rücken..."
Suzanne kuschelte sich in seinen Griff und schloß ihre Augen.
"Aber nach New York müssten wir mal.."
"Wieso?" Alexej begann über ihren Rücken zu streicheln.
"Shopping! Am besten Morgen! Ich hab so richtig Lust drauf!"
Alexej blieb stumm. Suzanne sah zu ihm und begann zu grinsen.
"Diesmal lade Ich Dich aber in ein Hotel ein...zum späteren Verwöhnen..."



18


"Du brauchst dringend besseres Werkzeug...aber das Türschild hängt jetzt da wo es hängen soll!" Jake kam zu Roth in ihre neue Küche und hielt den einzigen Schraubenzieher hoch den sie im Haus finden konnten. Er legte ihn zurück in die Schublade und lehnte sich an einen der Schränke.
"Bisschen kurz das Namensschild...Mrs. Roth...da fehlt doch noch was." Er zückte sein Päckchen Zigaretten und sah fragend zu Roth. Roth nickte ihm zu und schob ihm einen Aschenbecher hin.
"Du kannst hier gern rauchen.."
"Danke...also?"
"Also was?" Roth stieg wieder auf eine kleine Trittleiter und begann die Küchenschränke auszuwischen.
"Da fehlt doch der Rest von deinem Namen...auf dem Schild."
"Da fehlen noch 1.85 zu dem Namen..." Roth nahm auf der Arbeitsplatte Platz und wischte herüber. Jake schlurfte zum Kühlschrank und nahm sich ein Bier heraus.
"Du auch?"
Roth nickte und nahm ihm eine Dose ab.
Jake drehte sich einen Küchenstuhl herum und setzte sich. Er öffnete sich sein Bier und sah zu Roth.
"Ich mag Suzanne..."
Roth schwieg und nippte an ihrem Bier. Jordan kam in die Küche und sah perplex zu Jake.
"Was?"
"Ja!" Er sah zu Jordan und zuckte mit seinen Schultern.
"Wie kannst Du es wagen sowas zu Roth zu sagen?!" Jordan begann sich aufzuplustern.
"Ist schon gut!" Roth sah zu ihr und lächelte schief.
"Ich will seine Meinung wissen...es muss ja einen Grund dafür geben!"
"Es gibt sicher zwei Gründe dafür!" Jordan sah sauer zu Jake und deutete ein üppiges Dekollete an.
"Nein.." Jake hob seine Augenbrauen und pustete seinen Zigarettenqualm aus seiner Nase
"..Suzanne ist nett , wie ich zugeben muss sehr attraktiv.."
Jordan und Roth warfen sich vielsagende Blicke zu.
Jake seufzte und verdrehte seine Augen.
"...was Geschmackssache ist..., dazu ist sie witzig und sehr klug."
Jetzt waren es Roth und Jordan die seufzten und ihre Augen verdrehten.
"Ja und jünger nicht vergessen!" Roth zwinkerte ihm zu und machte sich wieder daran die Schränke auszuwaschen.
"Und einsam..." Jake trank von seinem Bier und sah zu Roth.
"Ja klar..einsam! Sie war verheiratet..."
"Auch in einer Ehe kann man einsam sein...Joyce war kaum da!"
"Woher weißt Du denn das alles?!" Jordan schlug mit ihrem Putzlappen gegen seine Schulter und sah ihn mürrisch an.
"Sie hat sehr oft bei uns gegessen wenn Joyce nicht da war...und das war in manchen Monaten fast täglich...da kommt man ins Gespräch ..."
"Na hoffentlich habt ihr nicht zu vertraut gesprochen!"
"Jordan...ich glaub nicht das Jake nicht so ein Idiot wie Alex ist..."
"Männer sind doch immer Idioten..nur einsam , das bin ich nicht! "
"Denkst Du das Alex einsam war?" Roth nahm wieder auf ihrer Arbeitsplatte platz.
"Körperlich nicht...aber Suzanne teilt viele seiner Interessen. Manchmal war es so als ob ich mich mit Alex unterhalte...Du und Alex..ihr hattet eigentlich nur die Familie die euch interessenmäßig verbunden hat...nach Jahren ist das zu wenig."
"Wer bist Du denn? Dr. Phill?!" Jordan verdrehte ihre Augen und zog sich eine Zigarette aus seiner Schachtel.
"Nein!Aber auch Ich bin geschieden! Und Du auch! Und wieso? Weil jede Beziehung , egal wie stürmisch sie angefangen hat , ihr Feuer verliert! Am besten man zieht eine Reisleine als ins Verderben zu steuern..nur seine Art war nicht die Beste..."


"Na kannst Du auch nicht schlafen?" Roth kam verschlafen in ihre Küche gelaufen und sah Jake lächelnd an. Jake laß gerade noch die alte Tagesszeitung . Er sah auf und lächelte sie an.
"Jordan schnarcht...ich glaub ich hau mich später aufs Sofa..."
Roth nickte und öffnete den Kühlschrank.
Mit Milch und Keksen bewaffnet setzte sie sich zu Jake.
"Danke was du vorhin gesagt hast.."
Jake sah auf und blickte sie verwirrt an.
"Naja das über unsere Ehe...ich kann Alex nicht die Schuld allein geben!Du hast Recht."
Jake nickte leicht und laß weiter.
"Aber musste es unbedingt Suzanne sein?Ich fing gerade an sie zu mögen!" Roth lächelte leicht und tunkte einen Keks in die Milch.
Jake klappte die Zeitung zusammen und nahm sich ebenfalls einen Keks.
"Wie gesagt , ich find sie auch toll...menschlich gesehen! Liebe ist purer Zufall! Auch wenn Er dir gehört hat , als sie sich ihn genommen hat...Du hast ihn dir ja auch genommen als du ihn wolltest...So wie ich mir Jordan genommen habe...oder Matthew Clara. Jeder nimmt den den er will..."
"Hast Du beide mal zusammen gesehen?"
"Ja...erst vor zwei Wochen , als ich mit Franky in der Mall war...wir wollten gerade was essen , als wir sie mit Alice gesehen haben..."
"Mit Alice?" Roth hob ihre Augenbrauen und schluckte.
"Ja. Alice mag sie auch...Franky hatte sich später mit ihr in der Schule unterhalten..Kinder haben uns was vorraus. Sie besitzen noch keine Vorurteile! Das sollten sie sich auch bewahren..."




19

Wehmütig legte Roth ihren Pensionszimmerschlüßel auf Olivias Thresen und schob einen Scheck dazu. Olivia hängte den Schlüßel an den dazugehörigen Haken und sah auf den Scheck. Sie zog ihre Lesebrille ab und sah Roth verwirrt an.
"Das ist viel zu viel Janine..."
"Stimmt so!" Roth schulterte ihre Tasche und zog ihren Koffer zu sich heran.
"Danke!" Olivia lächelte und reichte Roth ihre Rechnung.
Beide sahen sich etwas wehmütig an. Gleich darauf begannen sie zu grinsen.
"Du kommst Morgen Abend vorbei ja? Ich lade Dich zum Essen ein!"
"Vertretung ist organisiert! Ich bin bereit!"
"Vergiss dein Schlafzeug nicht...ich hab verdammt guten Wein im Haus!"
Roth lächelte Olivia zufrieden an und lief zur Tür.
"Und trotzdem wirds hier heute Abend ziemlich komisch ohne Dich!"
"Wir telefonieren? Ruf an wenn Du Ruhe hast.."
Roth zwinkerte ihr zu und verschwand aus der Pension. Olivia seufzte und steckte den Scheck in ihre Geldkasette.
Roth hiefte ihren Koffer in ihr Auto und knallte die Kofferraumtür zu.
Mit gekräuselter Nase sah sie zum dunklen Himmel hinauf und zog sich ihren Mantel zu.
Um noch den versprochenen Wein im Haus zu haben , musste sie ihn erstmal besorgen.
Sie lief schnell über die Straße und bekam die ersten Tropfen auf die Nase als sie in einen kleinen Supermarkt trat.
Während sie ihre Einkäufe erledigte zog ein kräftiges Gewitter heran und regnete sich ein.
Passend zum Wetter griff Roth neben Wein , Schokolade und ein paar Lebensmitteln auch noch ein paar Romane. Als ein paar kräftige Blitze aus den Wolken brachen ,begann das Licht im Supermarkt zu Flackern und Roth entschied sich noch für Kerzen , Taschenlampe, Batterien und Feuerzeuge.
Als sie den Supermarkt verlies , prallte sie in eine Gruppe pitschnasser Bauarbeiter , die sonst bei Olivia unter der Woche zu Gast waren.
Roth lies ihre Tüten fallen und sofort begannen die Männer sich nach ihren Sachen zu bücken und halfen ihr beim Aufsammeln.
Roth nahm dankbar die Tüten wieder endgegen und war froh die Weinfalschen in ihrer Tasche verstaut zu haben.
"Danke!" Sie sah die Bauarbeiter zufrieden an und lief an ihnen vorbei.
Einer der Männer hob lächelnd seine Augenbrauen und lüftete sein Basecap.
"Einer schönen Lady wird immer geholfen!" Er verbeugte sich vor ihr und grinste sie an.
Roth verdrehte lächelnd ihre Augen und lief lieber schnell zu ihrem Auto , um nicht noch nasser zu werden.


Olivia saß in Roths Küche und sah ihr beim Vorbereiten ihres Abendessens zu.
"Ich soll Dir nicht helfen?"
"Nein...es ist nur Pasta..." Roth kam mit zwei Tellern zu ihr und lächelte.
"Nur Pasta...ich bin froh endlich mal keine Hausmanskost zu haben..."
"Eine schottische Pension muss sich eben an alle Tradition halten hm?" Roth grinste und schenkte Rotwein in zwei Gläser ein.
"Auf dein neues Haus und deinen Neustart! Möge Dir alles gelingen!"
Sie stießen an und begannen mit dem gemütlichen Abend.
Etwas später saßen sie auf Roth´s Sofa und trugen bereits Pyjamas und Morgenmäntel.
"Dein Haus liegt auf einer sehr günstigen Strecke!"
"Hab ich gemerkt...durch die Küstennähe laufen hier viele Spaziergänger vorbei!"
Roth streckte sich und sah aus dem Fenster. Olivia lachte auf.
"Nein...ich mein von der Postbotenstrecke.."
Roth lies sich wieder auf ihr Sofa sinken und sah sie verwirrt an.
"Wieso?"
"Hier kommt der nette Chris als letztes vorbei..." Olivia schmunzelte und griff nach ihren Zigaretten.
"Der nette Chris?"
"Sei Du nett zu ihm...so ist er es bei Dir auch..."
"Ist das jetzt ein schottischer Insider?" Roth grinste und trank ihren Wein aus.
"Nein...Chris ist der Postbote und der Schwarm aller gelangweilter und frustrieten Hausfrauen..."
"Wie?" Roth sah sie mit leicht schielenden Blick an.
"Er schläft mit ihnen...und da Du sein letztes Haus bist , hast Du sicher auch gute Chancen..ausserdem siehst du nicht so aus als würdest du nun auf ewig auf Sex verzichten! Also , wenn er dir die Post bringt, stell dich ab und zu mal raus , komm mit ihm ins Gespräch...das wird sicher klappen!"
"Ist er ein Gigolo?" Roth lachte auf und schenkte Wein nach.
"Nein...nur Frauenschwarm...probier es! Ich hör nur gutes über ihn!"
"Ach und du nimmst seine Dienste nicht an?"
"Nein...am Tag muss ich mich um meine Gäste kümmern!"
"Du kannst mir aber nicht erzählen das du seit Jahren keinen Mann mehr hattest! Du siehst nämlich nicht so aus als würdest du auf Sex verzichten!"
"Hm weißt Du...manche männlichen Gäste sind hier nur auf Durchreise..." Sie sah Roth von der Seite an und hob lächelnd ihre rechte Augenbraue.
Roth begann zu lachen und sties mit ihrem Glas an das von Olivia.
"Dann...auf die Extradienstleistungen..."

[Bild: wintertalejoeqap3kuv.png]
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25.11.2017, 19:23
Beitrag #1092
RE: Wintertale
20

Als Suzanne erwachte , hielt sie vorsichtig ihre Augen geschloßen und hoffte als erstes Zeichen des neuen Tages , Alexej an sich zu spüren. Als sie klar genug denken und fühlen konnte , spürte sie das einer von Alexejs Armen um sie herum geschlungen war und er eng an sie gekuschelt bei ihr lag. Suzanne lächelte und öffnete langsam ihre Augen.
Sie seufzte zufrieden und begann über seinen Arm zu streicheln.
Alexej begann sich zu regen und fuhr sanft mit seiner Nasenspitze durch ihre Haare.
"Guten Morgen..." Er setzte einen warmen Kuss auf ihren Hals.
Suzanne lächelte zufrieden und spielte mit seinen Fingern.
"Morgen...ist immer schön wenn ich aufwache und du liegst noch neben Mir.."
"Sollte ich das nicht?" Alexej zog sie enger an sich heran und legte eines seiner Beine über ihre. Suzanne drehte sich zu ihm um und fuhr mit ihrem Zeigefinger über seine nackte Brust.
"Du hast seit Tagen die neue Adresse von Roth...irgendwie hab ich die Angst das du jeder Zeit dahin abhaust..."
"Die Adresse hab ich nur , weil Clara sich verplappert hat...und wenn dann wäre ich schon lange abgehauen. Du brauchst keine Angst zu haben. Das Einzige was ich mit der Adresse will , ist ihr endlich ihre Sachen nach zu schicken!"
Suzanne sah ihn verwundert an und begann ungläubig zu lachen.
"Du schickst ihr alles nach?Endgültig?"
"JA! Laut Konto hat sie ein neues Leben angefangen! Also kann ich ihr auch alles nachschicken! So schnell wie möglich...Dann können wir auch endlich ein paar deiner Sachen zu mir bringen...machst Du das heute schon?"
Alexej küsste sanft auf ihre Nasenspitze und lächelte sie an.
"Roth Sachen zusammen räumen?Nein! Das geht mich nun wirklich nichts an!"
Suzanne verzog grimmig ihr Gesicht und ihre Wangen begannen sich zu färben.
Alexej lachte leicht und zog sie wieder in seinen Griff.
"Nein! Du ein paar deiner Sachen zu mir bringen...dann könntest du heute gleich bei mir übernachten...ich brauch heute Abend einfach mal mein Arbeitszimmer!"
"Okay..ja mach ich!" Suzanne lächelte und strich durch seine Haare.
"Aber musst Du jetzt nicht bald los?"
"Nein! Ich kann kommen wann ich will...Ich hab Lust auf ein tolles Frühstück mit Dir!"
"Wir haben noch Obstsalat im Kühlschrank..." Suzanne begann zu überlegen.
Alexej begann sie zu küssen und stand dabei auf.
"Okay...ich werde gucken was sich machen lässt und du bleibst hier oben liegen...nach dem Frühstück hätte ich sicher noch Lust auf was anderes.." Er grinste sie an und fischte nach seinem Shirt. Suzanne zog ihn an seiner Shorts zu sich heran und schob diese dann langsam nach unten.
"Ich hätte dann jetzt schon gern ...das zweite Frühstück!" Sie hob lächelnd ihre Augenbrauen und zog ihn zurück ins Bett..


Suzanne fand sich irgendwie verloren so allein in Alexejs Haus.
Fremd und ungewollt kam sie sich vor und fühlte sich alles andere als wohl.
Gerade als sie begonnen hatte , ein paar Sachen von sich auf dem Bett auszubreiten , klingelte es.
Sie öffnete Matthew die Tür und war sichtlich überrascht das er es war.
"Matthew?"
Matthew nickte und streckte ihr einen Beutel entgegen.
"Da sind noch diverse Schüßeln und Behälter drin , die uns meine Mutter mal mitgegeben hat...ich dachte das ihr sie jetzt gut gebrauchen könnt!"
Jetzt fühlte Suzanne sich noch unwohler.Sie zog die Tüte zu sich heran.
Matthew schielte leicht ins Haus hinein.
"Alexej nicht da?"
"Nein...er ist noch in der Galerie...soll ich ihm was ausrichten?"
"Alice wollte am Samstag bei ihm übernachten..."
Suzanne nickte und kuschelte sich in ihren Pullover.
"So wie ich Alexej kenne...denke ich das Alice schon ab Freitag kommen kann.."
"Ja...Sie scheinen ihn sehr gut zu kennen!Ich werde Alice fragen...es reicht wenn Alexej eine Nachricht schreibt..."
Matthew zog leicht an der Leine um Dorothy wieder in seine Richtung zu lenken.
Ohne sich zu verabschieden lies er Suzanne stehen und verschwand.
Suzanne sah ihm nach und fühlte sich jetzt erstrecht fehl am Platz.
Sie lief in die Küche , stapelte die Behälter und Schüßeln auf dem Küchentisch auf , hinterlies Alexej einen Zettel und fuhr wieder nachhause.
Als Alexej am Abend nachhause kam , wunderte er sich bereits , weil ihr Auto in der Einfahrt fehlte. Er lief in die dunkle und verlassene Küche , fand die Behälter und den Zettel.
"Melde Dich bitte per Nachricht bei Matthew , ob Alice das Wochenende hier verbringen darf. Habe es hier ohne Dich nicht ausgehalten , fühlte mich hier fehl und unwohl! Bin bei Mir. Ich kann verstehen wenn du bei Dir schlafen willst. Schlaf gut! Kuss Suzanne."
Alexej lief hinauf ins Arbeitszimmer , schnappte sich sein Notebook , schrieb nebenbei eine Sms zu Matthew und fuhr wieder zurück zu Suzanne.
Leise lief er zu Suzanne hinauf und öffnete so vorsichtig er konnte die Tür zum Schlafzimmer. Verheult , wie ein kleines Häufchen Elend und zusammengesunken saß Suzanne in ihrem Bett zwischen Bergen von Taschentüchern.
Alexej klopfte leise am Türrahmen und lief hinein.
"Hey..." Er setzte sich zu ihr und küsste sanft auf ihre Stirn.
"So schlimm?" Er zog sie in seine Arme. Suzanne nickte stumm und kuschelte sich an ihn heran. Alexej atmete durch und begann durch ihre Haare und über ihren Rücken zu streichen.
"Ich nehm mir die restliche Woche frei..bringe mein Haus in Ordnung und dann hol ich Dich zu mir..."
Suzanne schniefte und sah ihn mit verheulten Augen an.
"Weißt du wie fies das Gefühl war als Matthew nach Dir gefragt und ins Haus gesehen hat?Er wusste doch das Du nicht da bist..dein Auto hat gefehlt! Als ob er dachte das Roth aus der Küche kommt..." Tränen tropften aus ihren Augen und sie griff nach ihren Taschentüchern.
"Achte nicht auf den Idioten! Seine Tochter beweißt jetzt schon mehr Größe als er jemals besitzen wird...Er hat das mit Absicht gemacht! Lass dich nicht unterkriegen!"
Er küsste Suzanne sanft auf ihre Stirn. Suzanne schloß geschafft ihre Augen und schüttelte leicht ihren Kopf.
"Können wir doch nach London?"
Alexej begann zu lächeln und nahm sie wieder in seine Arme.
"Ich denk du wolltest nicht?"
"Lass uns das Wochenende mit Alice verbringen und dann bitte raus hier!"
"Okay..aber vorher knöpf ich mir noch Matthew vor!"
"Alex.."
"Es wird Zeit das ich ihm mal meine Meinung sage...und danach ist Schluß!"



21

Alexej klappte vorsichtig einen Großen Umzugskarton auf und trug ihn in Roth´s begehbaren Kleiderschrank. Er begann mit ihren Sommerkleidern und hängte sie vorsichtig in den dafür speziellen Karton.
Das Schnarren der Klebebandrolle schnitt sich durch die Stille und das kurze Ratschen als Alexej das Klebeband mit seinen Zähnen von der Rolle trennte leutete wieder Stille ein. Mit einem breiten , schwarzen Flizsstift trug er ihre Adresse auf den geschloßenen Deckel des Umzugskartons. Nachdem alle Sommersachen und Unterwäsche verpackt war , machte sich Alexej an Roth´s Wintersachen. Wehmut schwebte kaum merklich im Raum und er erledigte alles so schnell er konnte.
Ihr Kleiderschrank leerte sich immer mehr und sein Auto füllte sich immer mehr mit Kartons.Alexej kam an zwei , für ihn unbekannte ,weiße Kleidersäcke. Vorsichig lies er die Reisverschlüße heruntergleiten und legte ihr und sein Hochzeitsoutfit frei.
In zwei Schuhkartons die sich direkt unter den Säcken befanden , fand er die dazu passenden Schuhe. Alexej fuhr in die Brusttasche seines Tweetjackets und holte das weiße Stofftaschentuch welches er immer wieder im Standesamt , kurz vor dem Ja-Wort geknetet hatte. Er steckte es wieder zurück und räusperte sich.
"Alles hat ein Ende!" Er zog finster seine Augenbrauen zusammen , lies seine Sachen hängen und packte Roth´s zu den anderen , bereits verpackten.
Nachdem er noch Schuhe und Taschen von ihr verpackt und adressiert hatte , brachte Alexej die Sachen zu einem Umzugsunternehmen und gab alles zur Verschiffung nach Schottland auf...

Auf dem Rückweg hielt er an Clara´s Haus. Nachdem ihm Clara aufgemacht hatte ,lief er schnurstracks in die Küche und sah sich um.
"Wo ist Matthew?"
"Im Garten...ist was passiert? Willst Du mitessen?" Clara schon gerade eine große Form Lasagne in den Ofen.
"Nein...und Matthew wird auch gleich der Apettit vergehen!"
Alexej lief in den großen Garten hinaus . Als er bei Matthew ankam drehte er ihn zu sich herum. Er atmete tief durch und sah ihn direkt in die Augen.
So ernst hatte Matthew ihn nur sehr selten gesehen.
"Was geht es Dich an Wen ich bei mir zu Gast habe?"
Matthew griff sich seinen Laubharken und fegte weiter das herunter gefallene Laub zusammen.Er schwieg und drehte sich von Alexej weg.
Alexej drehte ihn wieder zu sich herum , griff den Harken und warf ihn ein paar Meter von sich.
"Was wäre gewesen wenn nicht Ich geklingelt hätte , sondern Mum?"
"Dann hätte Ich mich endlich mit ihr unterhalten können...und wir hätten alles wie Erwachsene klären können!"
"Erwachsen? So hast Du dich doch in den letzten Monaten nicht verhalten!"
"Das sagst ausgerechnet Du?" Alexej begann leicht zu grinsen und setzte sich auf eine der Gartenbänke. Matthew sah schweigend zu ihm und steckte trotzig seine Hände in seine Hosentaschen. Alexej sah durch seinen ehemaligen Garten.
"Dich und Clara geht es nichts an , was ich mit meinem Leben mache! Roth ist gegangen und gut ist! Ich kann und will es nicht ändern!"
"Und Respekt vor Mum hast Du gar nicht?"
"Respekt?Matthew sie ist nicht gestorben!Sie ist abgehauen! Auch vor deiner Familie! Sie ist vor uns ALLEN abgehauen! Sie hat auch Euch im Stich gelassen! Hätte sie sich nur von mir trennen wollen , wäre sie ja noch hier..." Alexej stand auf und ging wieder zu ihm.
"Lass Suzanne und mich so leben wie Wir es wollen! Roth hat sich entschieden und gut ist! Auch wenn Sie deine Mutter ist und ich DER Böse bin...lass es gut sein! Besuch sie so oft Du willst...aber zu mir kommst Du nur noch in Begleitung von den Kindern oder Clara! Oder ich überleg mir mit Suzanne nach Long Island zu ziehen...da wird es schwieriger für deine Kinder zu ihrem Opa zu kommen...dann haben sie keine Großeltern mehr! Janine ist ja mehr oder weniger nicht zu erwähnen..." Er klopfte Matthew leicht auf seine Schulter und lies ihn stehen. Matthew drehte sich zu ihm um.
"Und wenn Mum doch wieder kommt?"
"Werden Ich und Sie endlich reden..."
Alexej lief wieder in die Küche und sah Clara neugierig am Fenster sehen.
Er schmunzelte und küsste kurz auf ihre Wange.
"Ich hau wieder ab..."
"Bleib doch zum Essen..." Sie drehte sich zu Alexej und lächelte ihn an.
"Ich hab noch zu tun...irgendwie muss ich die ganzen Bücher von Roth noch verpacken...oder willst du mal drüber gucken?Kannst sicher was gebrauchen..."
Clara nickte leicht und kuschelte sich in ihren Pullover.
"Ich komm morgen mal vorbei?"
"Gut! Ich überlege eh es zu verkaufen.." Alexej schnappte sich einen Cookie.
Clara seufzte leise.
"Man Dad...muss das sein? Hängst du nicht dran?"
"Mir geht das hin und her auf die Nerven! Ich steh auf klare Richtungen! Ums Geld gehts mir gar nicht...Ich will nur Ruhe!"
"Und die Zimmer für die Kinder?Du hast Dir soviel Mühe gegeben..."
"Die Kinder haben immer Platz bei mir...und Suzannes Dachboden ist bereits gut ausgebaut...da findet sich schon was..."
"Na gut..machst ja eh was du willst...Hast du morgen den ganzen Tag Zeit für mich?"
"Klar. Bring aber was zu essen mit!" Alexej zwinkerte ihr zu und küsste sie sanft auf ihre Stirn.
"Und jetzt hau ich ab bevor Alice aus der Schule kommt!"
"Kommt Suzanne heut zu Dir?"
"Nein ich fahr zu ihr..."
"Bestell ihr einen schönen Gruß , ja?Und Ich entschuldige mich für Matthew."
"Ok danke...aber ich glaub ihren kleinen Nervenzusammenbruch hatte sie auch der Hormone wegen...heute Früh gab es Tränen , weil ich so schöne Erdbeeren besorgt habe...und dann jetzt hat sie noch mit dieser Hebammenserie angefangen..."
"Call the midwife?"
"Genau!" Alexej lachte und winkte ab.
"Sie weint bei fast jeder Folge! Ich bin froh wenn wir für ein paar Tage nach London fliegen..."
"Pass gut auf Euch auf! " Clara lächelte und brachte ihn zur Tür.

"Na.." Alexej kam zu Suzanne ins Schlafzimmer und lächelte sie müde an.
Suzanne sah verheult zu ihm und begann zu lächeln.
"Hey..." Sie stand auf und lief in seine Arme.
"Wie lange bleibst Du?" Sie kuschelte sich in seine Arme.
"Bis morgen Früh...Clara möchte mal einen Tag mit mir..."
"Gut. Sie wird Dich auch mal brauchen...und für dich ist es sicher schöner mal eine Frau um Dich zu haben die nicht alle paar Minuten zu heulen anfängt!"
"Sie wird Maggie mitbringen...und die heult auch genug.." Alexej schmunzelte und küsste sanft auf Suzannes Haare.
"Ich verspreche die Serie nicht mehr zu gucken wenn du dabei bist...heute darfst du bestimmen!" Suzanne grinste Alexej an und lief mit ihm in die Küche herunter.
"Ich werde das Haus verkaufen..." Alexej sagte es so neben bei als er mit Suzanne begann das Abendessen vorzubereiten. Suzanne sah perplex zu ihm.
"Was?"
"Ja...ich hab kein Bock auf das hin und her pendeln...naja , falls du mich hier aufnimmst?Das Geld vom Verkauf geht an Roth...sie hat heute ein eigenes Konto in Schottland eröffnet."
Suzanne lächelte und nickte ihm zu.
"Klar kannst du hier her...ich finde es gut das du ihr noch so unter die Arme greifst..."
Alexej sah zu ihr und lächelte. Er küsste sanft auf ihre Wange und fuhr durch ihre Haare.
"Wenn wir hier alles fertig haben , müsste ich mich mal mit ihr treffen...du hast doch nichts dagegen oder?"
"Nein mach ruhig! ...Darf ich aber trotzdem wissen um was es geht?"
"Mein Testament...ich werde es ändern müssen..."


22


Mit George an der Hand und mit wehmütigen Blick stand Clara in Roth´s Lesehaus.
Alexej begann die gerade Roth´s Cd´s in einen Karton zu packen und sah zu ihr.
"Jetzt setz Dich hin und steh hier nicht so rum als ob Roth gestorben wäre...wolltest Du nicht Maggie mitbringen?"
"Maggie wurde schon von Suzanne abgefangen..Sie ist bei ihr in der Küche."
Clara zog langsam George´s Mütze vom Kopf und setzte sich mit ihm auf das Sofa.
"Brauchst Du paar Cd´s?" Alexej sah fragend zu ihr und hielt ihr einen Stapel endgegen.
"Nein...ich glaub ich hab noch ne Menge von ihr ausgeliehen.."
"Die kannst Du ihr ja dann selbst geben...sie hat gestern scheinbar für Euch und Jake und Jordan Flüge zu Weihnachten gebucht...das geht natürlich noch von unserem Konto ab!"
Alexej klebte einen Karton zu und schob ihn von sich weg.
"Keine Ahnung!Wirklich nicht! Wir zahlen Dir das zurück!" Clara riss ihre Augen auf und sah unsicher zu Alexej. Alexej atmete tief durch und legte seinen Kopf schief.
"Flüge von New York nach Glasgow...erste Klasse? Wie wollt ihr das denn zurück zahlen?"
Clara zuckte leicht mit ihren Schultern.
"Dann sieh es als Weihnachtsgeschenk an...andere kann ich euch ja auch nicht geben...denn die Rückflüge sind erst im neuen Jahr."
"Das muss Sie mit Matthew oder Jordan besprochen haben!Ich hab wirklich keine Ahnung!"
"Ist ja auch egal...ich hatte eh vor mit Suzanne irgendwo in Ruhe zu feiern..."
Alexej faltete einen neuen Karton zusammen und sah auf die Bücherwand.
"Was ist nun?Suchst Du dir was aus?"
"Dann übernimm mal deinen Enkel , Er hat die neue Angewohnheit alles aus den Regalen und Schränken zu räumen..."
Alexej tauschte mit Clara den Platz.
Clara stand vor den chaotisch angelegten Regal und fuhr mit ihren Fingern über die Buchrücken.
"So sortiert wie Sie sonst war...war sie hier nicht! Im Gegenteil. Die Titel sind nicht mal ihren Schrifftstellern zugeordnet." Clara lächelte leicht und begann die Bücher nun zu sortieren und sie zu verpacken.
Alexej verzog sich mit George in den Garten und zog es vor mit ihm durch die vorher zusammengefegten Blätterhaufen zu laufen und Geore hindurch springen zu lassen.
Clara löste sich von ihrer Aufgabe und beobachtete beide. Vom Fenster des Lesehauses konnte sie auch in die Küche sehen , in der Suzanne gerade Maggie etwas zu trinken gab.
Ohne es zu wissen oder ohne es scheinbar geplant zu haben , gaben Alexej und Suzanne für Clara ein gutes Bild ab. Zwar nicht so gewohnt und vertraut wie Roth , aber trotzdem liebevoll und irgendwie zusammen passend.
Sie löste sich vom Fenster und widmete sich wieder den Büchern von Roth.
Als sie eine Pause machte und sich aufs Sofa setzte , fiehlen ihr die vielen Bilder auf , die sorgsam in Rahmen auf den Regalen und den kleinen Tischen standen.
Clara kuschelte sich in ihre Strickjacke und lief zu Alexej hinaus.
Sie wuschelte George liebevoll durch seine blonden Haare und setzte ihm seine Mütze wieder auf.
"Was soll ich mit den Bildern machen?"
"Behalten oder Roth mitschicken?"
"Willst Du denn keine?"
"Nur Die mit den Kindern...also NUR mit Kindern."
"Ist dir Roth so egal geworden?" Clara nahm George auf ihre Arme und sah traurig zu Alexej.
"Nein. Und gerade deswegen will ich keine Bilder von ihr. Ich habe sie in meinem Kopf...Ich brauch keine Bilder die mir gute Zeiten vorgaukeln..."
"Dad.."
"Ich weiß , Ich bin zum größten Teil daran schuld! Aber das rede ich mir länger nicht mehr ein!Und lasse es mir auch nicht mehr einreden! Auch von Dir nicht!"
"Wollt ich gar nicht...sorry."
Alexej nickte ihr zu.
"Komm wir gehen rein...Suzanne hatte heute Glück und wurde in Jordans Konditorei bedient...aber sicher auch nur , weil die Furie nicht da war!"
Alexej legte einen Arm um Clara und lief mit ihr ins Haus.
Clara lächelte und küsste sanft auf seine Wange.
"Hab Dich lieb Dad.."


"Du hättest es mir ruhig sagen können!" Clara knipste das Licht im Badezimmer aus und sah Matthew maulig an. Er räumte gerade die vielen Kissen vom Bett .
"Ich wusste es doch bis heute Mittag selber nicht! Erst da hatte mir Mum geschrieben , das wir in ca. zwei Wochen die Tickets bekommen!"
"Und vorher hattet ihr nichts abgemacht?" Clara sah vorsichtig in Maggies Bett und streichelte der Kleinen sanft über ihre Wange.
"Nein!" Matthew zischte es leise zu ihr und wollte sich gerade hinlegen , als Clara ihn aus dem Schlafzimmer zog.
Sie liefen hinunter ins Wohnzimmer und kuschelten sich auf dem Sofa ein.
"Wird Zeit das Maggie in ihr eigenes Zimmer kommt!" Matthew spielte mit Claras Haaren.
"Lass Sie uns doch noch ein bisschen...das ist unser letztes Baby und ich will sie noch etwas verwöhnen..." Clara grinste ihn an und legte ihre Arme um seinen Bauch.
"Alice und George , sind Beide an ihrem ersten Geburtstag in ihr eigenes Zimmer gezogen.."Matthew schmunzelte und hob seine Augenbrauen.
"Und Wir hätten auch mehr Zeit für uns.." Er küsste sanft auf ihre Stirn.
"Am Freitag geht doch Alice zu Dad.."
"Ja...und?"
Clara atmete tief durch und begann mit ihren Fingerspitzen über ihren Bauch zu streichen.
"Dad und Suzanne haben angeboten alle Drei zu nehmen..."
"Wollen sie üben?Jede Stufe einmal durch?" Matthew zog mürrisch seine Augenbrauen zusammen. Clara seufte und klopfte sanft auf seinen Bauch.
"Hör auf zu stänkern! Dad bemüht sich..."
"Du nennst ihn nur Dad wenn du ihn verteidigen musst..."
"Bei Dir muss ich das auch ständig!"
"Er hat schließlich meine Mum verarscht und betrogen..." Matthew legte seine Arme wieder um sie und schloß seine Augen.
"Und er ist mein Dad...am besten ist wenn wir uns gar nicht einmischen! Roth macht ihre Sachen und Alexej seine! Und wir unsere....Alexej mischt sich bei uns nun auch nicht ein...das hat nur Roth gemacht..." Clara sah zu ihm herauf und hob ihre Augenbrauen.
"Vergiss Jordan nicht...die mischt sich auch ständig ein!" Matthew öffnete ein Auge und grinste sie an. Clara strubbelte durch seine Haare und drückte ihm einen festen Kuss auf.
"Danke! Ich bin froh wenn Ruhe ist..."


Alice sah Alexej maulig an , als Sie am Freitag sein Haus betrat.
Alexej grinste und nahm ihr ihren Rucksack ab.
"Wie gehts Dir?" Er gab ihr ein kleines Küsschen. Alice setzte sich auf die Treppe und zog sich seufzend ihre Schuhe aus.
"Wieso sind George und Maggie auch hier?" Sie sah ihn maulig an.
Alexej grinste und lief zu Claras Auto die Taschen von George und Maggie holen.
Suzanne kam zu Alice und lächelte sie an.
"Deal? Du bekommst bis heute Abend deinen Opa für Dich allein und wir alle gucken heute gemeinsam was und ziehen die Sofas aus?"
Alice legte ihren Kopf schief und begann zu überlegen.
"Ich glaube Alexej wollte heute nochmal in die Mall fahren...." Suzanne lehnte sich an das Treppengeländer und sah zu Alexej und Clara hinaus. Alice schmunzelte und brachte ihre Schuhe zum richtigen Platz.
"Na gut..."
George kam vor Clara ins Haus gepoltert , setzte sich wie Alice auf die Treppe und hielt seine Füßchen nach oben. Suzanne setzte sich zu ihm und begann ihn die Schuhe auszuziehen. Clara , mit Maggie bepackt kam ins Haus und sah zufrieden zu den beiden.
"Danke...seit gestern liebt er es zu rennen! Aber gleich ist für den kleinen Mann Mittagsschlafszeit..."
"Mittaggschlaf?Den könnte ich auch gebrauchen..." Alexej´brachte die Taschen herein und lächelte in die kleine Runde.
"Nein Opa...deine Enkelin wartet schon darauf das du mit ihr etwas Zeit in der Mall verbringst.." Suzanne grinste ihn an. Alexej verdrehte leicht seine Augen und schlängelte sich an ihr und George vorbei die Treppe hinauf.
"Dann hoffe ich das wir heute Abend im Bett gucken?Da kann ich wenigstens sofort einschlafen.."
Suzanne sah zu ihm herauf und grinste.
"Sofa..."
Alexej begann leise vor sich hin zu murmeln und trug die Taschen ins Schlafzimmer.
Suzanne sah zu Clara und lächelte.
"Haben Sie noch etwas Zeit?"
Clara nickte und begann Maggie auszuziehen.
"Aber nur wenn Wir endlich das "Sie" lassen..." Sie lächelte Suzanne an. Suzanne grinste und nahm George an die Hand.
"Darauf ein Stück Kuchen! Und ich glaube für Alice und George einen heißen Kakao?"
Suzanne folgte Clara in die Küche und Alexej lief in großen Schritten hinter her.
"Für mich auch!" Er grinste und sah so zufrieden wie schon lang nicht mehr aus.
Ohne an Clara oder an die Kinder zu denken , küsste Suzanne sanft auf seinen Mund und lächelte ihn an. Alice sah etwas skeptisch zu beiden und Clara hielt ihr sanft die Augen zu.
"Komisch hm?"
"Ja..."
"Aber auch nicht schlimm!" Clara lächelte sie an und strich über ihre Wange.
"Nein...aber Oma wünsch ich mir trotzdem manchmal ...aber nicht mehr so doll wie am Anfang..."



23


An einem eiskalten , verschneiten Morgen saß Roth in ihrer Küche , hörte den aktuellsten Nachrichten aus dem Radio zu und laß dabei einen kitschigen Liebesroman , der in Schottland spielte. Sie war früh auf den Beinen , drei mal die Woche half Sie Olivia beim Backen und Kochen, und gönnte sich , auch wenn es sehr früh war, eine Stunde mit Tee und Buch. Während der Wind an ihren Fensterläden klapperte hörte sie zum ersten Mal das Klappern ihres Briefschlitzes. Aus Neugier auf den Briefträger schob sie ihre Gardiene ein Stück zurück und konnte nur eine große , kräftige Gestalt erkennen die ihr in diesem Moment freundlich zu winkte. Es war zu dunkel und ihre Außenbeleuchtung war zu schwach , um ihn ihr an diesem dunklen Morgen eindeutig erkennbar zu machen.
Roth winkte freundlich zurück und widmete sich wieder ihrem Buch.

"Die Postboten tragen hier immer so früh aus..." Olivia grinste Roth zu und half ihr mit den verteilen des Muffinsteiges. Roth sah skeptisch zu ihr herüber.
"Es war gegen 5 uhr?"
"Ja warum nicht? So hat man die Post gleich!"
"Wann fangen die denn an? Mitten in der Nacht?"
"Ja...jetzt haben sie ja Autos , da geht das besser als Früher mit dem Fahrrad."
"Bei uns kommen sie erst gegen 10...11.." Roth grinste und war positiv vom Postsystem in Schottland überrascht.
"So haben die Briefträger auch mehr vom Tag...hast du Chris eigentlich erkannt?"
Olivia schielte sie von der Seite an und begann zu grinsen.
"Nein...es war zu dunkel!Aber er scheint groß und kräftig zu sein?"
"Ja!Ein echter Kerl! Macht auch jährlich bei den örtlichen Highlandgames mit..."
Roth sah sie beeindruckt an.
"Am besten du stehst morgen nochmal so früh auf und stellst ihm irgendwas Süßes hin..."
Olivia hielt ihr einen Cookie endgegen. Roth schielte kurz auf den Keks und sah dann in Olivias grinsendes Gesicht.
"Wie für Santa Clause an Weihnachten?"
"Nein! Hier auf dem Land stellt man öfter mal was raus...Kekse für den Postboten...eingemachtes Obst vom Sommer für den Milchmann..."
Olivia holte eine kleine Blechdose hervor und befüllte sie mit Keksen.
"Als kleiner Dank für den Service...so wird er auf jeden Fall aufmerksam..." Sie klappte die Dose zu und schob sie Roth endgegen.

Am nächsten Morgen hatte Roth wirklich die Dose vor die Tür gestellt und ein kleines Zettelchen dazu geschrieben : Für Mr. Miller .
Sie saß wieder an ihrem Küchenfenster , hatte wieder das Radio laufen und wieder laß sie mit einer Tasse Tee ihren Kitschroman weiter.
Als es an ihrem Küchenfenster klopfte , schreckte sie hoch und sah mit aufgerissenen Augen auf eine winkende Postbotin. Sie gestekulierte ihr das Roth das Fenster öffnen sollte.Roth kuschelte sich in ihre Strickjacke und öffnete.
"Chris ist ab jetzt zwei Wochen im Urlaub..." Sie lächelte Roth an und streckte ihr die Dose endgegen. Roth spürte wie sich ihre Wangen färbten.
"Behalten sie die Kekse!....Mrs?" Roth lächelte verlegen.
"Danke! Mrs. Bell! Rose Bell!" Sie lächelte Roth freundlich an und steckte die Dose in ihre Posttasche.
"Sind sie denn nicht mit dem Auto?" Roth sah weiter zum Fenster hinaus und sah nur ein klägliches Fahrrad.
"Autos sind nicht für Aushilfen...ich spring nur ein wenn Chris im Urlaub oder krank ist! Für zwei Wochen wird es schon gehen!" Sie lächelte immer noch und sah Roth mit rotengefrorenen Wangen an.
"Bei ihnen bin ich auch die Letzte?"
Rose nickte und wischte sich schnell unter ihrer Nase trocken.
"Wollen Sie sich aufwärmen?Es ist zwar erst ende Oktober , aber hier scheinbar schon mitten im Winter! Ich setz neuen Tee auf?"
Roth sah ihr förmlich an wie dankbar sie dafür war. Rose sah kurz zu ihrem Fahrrad und zeigte auf Roth´s Therasse.
"Darf ich es hier abstellen?"
"Gern!Ich mach ihnen auf!"

"Ich mach das nur nebenbei...ich und mein Clay haben sonst einen kleinen Bauernhof...nichts großes! Nur 5 Kühe und ein paar Schweine und Hühner...wir sind Renter! Früher waren wir Bankkaufleute in London...mit 50 hatte Clay zwei Herzinfarkte und ich das dritte Magengeschwür...also haben wir alles in London verkauft , sämtliche Aktien und Sparfonds aufgegeben und haben uns hier den kleinen Bauernhof angelegt...das Beste was wir machen können!" Rose pustete ihren Tee etwas kühler und legte dabei ihre eiskalten Finger um die heiße Tasse. Roth hörte ihr gern zu , Rose hatte etwas warmes in ihrer Stimme was man nur bei zufriedenen Menschen fand.
Roth stellte Kekse zum Tee und wechselte das abgebrannte Teelicht unter der Teekanne aus.
"Also ist Kingsussie gefüllt mit Neuanfängern?"
Rose nickte und nippte am wärmenden Tee.
"Soviel "Eingeborene" gibt es hier gar nicht mehr..die meisten ziehen weg wegen der Arbeit...Hier ziehen nur noch Familien , bei denen die Eltern über Internet arbeiten , Rentner oder Neuanfänger her...und Olivia! Sie kam aus Glasgow zurück in die Pension ihrer Eltern..aber das wissen sie ja sicher. Olivia hat uns bei unseren wöchentlichen Treffen in unserem Buchclub ihr Gebäck mitgebracht...es war göttlich! Besser hab ich nicht mal in London gegessen!"
Roth´s Wangen färbten sich erneut.
"Danke...Familienrezepte. Dieser Buchclub? Olivia hat mir davon schon erzhält.."
"Nimmt noch Mitglieder auf...zur Zeit lesen Wir "Rain Dogs". Gibts sogar hier beim Buchhändler. Wir treffen uns jeden Freitagabend bei Wem anderen...diese Woche ist es bei Mir! Sie sind herzlich eingeladen..."



24.

Roth schob während des kleinen Frühstücks mit Olivia immer wieder ihre Teetasse hin und her , wirkte schweigsam und müde. Ihr Essen rührte sie kaum an und seufzte immer mal wieder vor sich hin. Olivia kam aus dem Gästeraum zu Roth , setzte sich wieder zu ihr und schob ihr einen Blaubeermuffin hin.
"Der Letzte...magst Du?"
Roth starrte vor sich hin und schien weit weg zu sein.
"Was Süßes Süße?" Olivia lächelte schief und schob ihr den kleinen Teller genau vor ihren Arm. Roth starrte Olivia an und zog langsam ihre Augenbrauen nach oben.
"Hm?"
"Wo bist Du denn?" Olivia grinste sie an und zeigte auf den Muffin.
"Iss...das ist der Letzte!" Sie stand auf und schenkte Beiden Kaffee nach.
"Hm..." Roth seufzte und begann den Muffin zu zerpflücken.
"Was ist los?" Olivia strich ihr sanft über die Schulter und setzte sich ihr wieder gegenüber.
"Ich muss heute zum Hafen...hab ne Nachricht von nem Umzugsunternehmen bekommen...ich glaub Alex hat mir all meine Sachen geschickt..."
Roth sah auf und biss sich leicht auf ihre Lippen.
"Und Du brauchst dabei Hilfe?" Olivia lächelte sie an und nickte ihr zu.
Roth nickte zaghaft und zuckte leicht mit ihren Schultern.
"Gut! Ich werde Rose anrufen!Die haben einen großen Transporter...mit deinem alten Mini werden wir es kaum schaffen..."
Olivia griff sich ihr Telefon und wählte.
"Meinst Du Rose hat Zeit?"
"Wir helfen hier einander...sie hat Zeit,glaub mir." Olivia zwinkerte ihr lächelnd zu.
"Und jetzt ISS!" Sie schob Roth grinsend den Muffin erneut hin und begann mit Rose das Telefonat...

"Ok das ist VIEL!" Rose grinste und sah auf den großen Quarder , der aus mehreren Umzugskarton bestand. Roth sah verlegen zu ihr und begann dann mit einem Cuttermesser die dicke Folie , die um Kartons gewickelt war , durch zu schneiden.
Als erstes versuchten sie die größten Kartons in den Transporter zu laden und danach wurden die Kleinen wie bei Tetris im Transporter gestapelt.
Olivia zog die Tür von Roth´s flaschengrünen , alten Mini zu und rieb sich ihre eiskalten Hände warm. Roth setzte sich ans Steuer und sah skeptisch auf den gefüllten Transporter.
"Es muss ALLES geschickt haben was mit mir zu tun hat..."
"Sollen wir Dir beim Auspacken helfen?"
Roth nickte leicht , sah dann zu Olivia und riss langsam ihre Augen auf.
"Ich habe Kate und Patty vergessen!"
"Kate und Patty?"
"Sehr gute Freunde...sie kommen heute! Wohnen an der anderen Küste von Schottland!"
"Und Du hast noch nichts eingekauft?"
"Kein Bisschen..."
"Gut! Dann laden wir aus und ich fahre mit Rose einkaufen! Lass mich ans Steuer! Du schreibst solang die Einkaufsliste!"
Beide tauschten die Sitze und Roth versuchte sich zu gut wie möglich sich auf ihre Einkaufsliste zu konzentrieren.

Durchfroren und von einem aufs andere Bein hüpfend standen Patty und Kate vor dem Cottage von Roth und warteten auf sie. Gerade als Patty sie anrufen wollte , bog erst der Mini um die Ecke und dann der Transporter. Roth sprang aus dem Mini und zog Beide so schnell sie konnte in ihre Arme.
"Es tut mir so leid!" Sie küsste beide hastig auf ihre Wangen und rubbelte sanft über ihre Rücken.
"Lass uns einfach rein Süße..." Patty knurrte leise und Kate piepste durchfroren vor sich hin. Roth zog hastig ihre Schlüßel aus ihrem Mantel und schloß auf.
"Geht sofort in die Küche! Der Kachelofen muss noch warm sein!" Roth half ihnen bei ihren Reisetaschen und brachte diese mit Patty in eines der Gästezimmer.
Nachdem Patty sich etwas aufgewärmt hatte, trat sie mit einer Zigarette aus dem Cottage und sah zu dem Transporter , auf dem Rose die Kartons in Roth´s und Olivias Hände verteilte. Sie erkannte Alexej´s Handschrift. Patty trat die Zigarette aus und gesellte sich zu dem kleinen Umzugstrupp.
"So lang Kate Tee kocht helf ich euch...da gehts schneller und wir können uns alle schneller aufwärmen!"
Roth warf ihr einen verlegenen Blick zu und versuchte zu lächeln.
"Danke.."
"Nicht dafür! Aber ich denke das Du für Kate was besonderes kochen musst...sie hasst es zu frieren!" Patty grinste sie an und trug einen Karton mit Büchern ins Cottage.

"Ich glaub Die sollte ich Ruby schicken..." Roth hielt ihre Berkinbag in ihren Händen.
Sie schob sie wieder vorsichtig in ihren Schutzbeutel und legte die Tasche auf einen kleinen Haufen der für Ruby aussortiert wurden war.
Kate kam mit einer Tasse Tee zu Roth in ihr Schlafzimmer und räusperte sich.
"Ist schon ziemlich spät..." Sie setzte sich zu Roth aufs Bett und hielt ihr den Tee endgegen.
"Ich dachte ihr seid schon im Bett..." Roth lächelte sie leicht an und nahm ihr dankbar den Tee ab.
"Patty schon...das Abendessen mit Olivia und Rose hat sie ganz schön geschafft...ich hab noch keine drei Frauen soviel und so laut erzählen hören!" Kate lächelte und legte sich mit Roth aufs Bett.
"Die Beiden haben mir ziemlich viel geholfen...bei Olivia arbeite ich zb auch..."
"Sie sind sehr nett...aber sie ersezten uns doch nicht hm?"
"Nein! Niemals!" Roth grinste Kate an. Kate lächelte zufrieden und sah auf den ersten geöffneten Karton.
"Tuts weh?"
"Noch sind es nur Sachen...Taschen...wie es mir jetzt scheint , sinnloser , überteuerter Kram..wenn Du was willst nimm es Dir ruhig...hier braucht man eher Rucksäcke und wasserfestere , große Taschen..."
Roth sah zu Kate und versuchte tapfer zu lächeln.
"Die Kartons mit den Fotoalben heb ich mir für den Schluß auf..."

[Bild: wintertalejoeqap3kuv.png]
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30.11.2017, 17:39 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.11.2017 17:40 von mrs. elli.)
Beitrag #1093
RE: Wintertale
25

Alexej kam müde in Suzannes Küche gelaufen und sah sie in der dunklen Küche vor dem grellen Bildschirm ihres Notbooks sitzen und im Internet surfen.
Am Tag zuvor hatte man ihnen gesagt das dass Baby , ein Mädchen wie man nach der letzten Untersuchung festgestellt hatte, mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem seltenen Herzfehler , dem Linksherzsyndrom , leiden würde. Man war sich aber nicht sicher und Alexej und Suzanne sollten sich nicht beunruhigen , nur sollte Suzanne etwas mehr Ruhe und gesündere Ernährung einhalten.
Alexej konnte zwar von weitem nicht erkennen was sie im Internet recherchierte, aber er wusste genau das es um das Baby gehen würde. Er räusperte sich leise und schaltete das Licht an um Suzanne Zeit zum wegklicken der Seite zu geben.
Suzanne klickte die Seite weg und rief Google auf. Sie wischte sich mit ihrem Handteller über ihre feuchten Augen und versuchte so gut wie es ging zu lächeln.
"Ich und Alice wollen an Halloween einen Kürbiskuchen backen...aber ich habe noch nie einen gebacken...ich guck nach guten Rezepten..."
Alexej goß sich schweigend ein Glas kalter Milch ein und setzte sich zu ihr.
Er nippte daran , stellte ihr das Glas hin und sah auf den Bildschirm.
"Nimm den hier..." Er zeigte auf ein Rezept eines Kürbischeesecakes.
Suzanne nickte leicht. Alexej schloß das Notebook und fuhr sanft mit seinen Fingerspitzen über ihre Hände.
"...und was genau , ist nun das Linksherzsyndrom?"
Suzanne atmete tief durch und blinzelte neu aufsteigende Tränen weg.
"Die linke Herzklappe ist gerade mal so groß wie eine Erbse...die Aorta ist ebenfalls zu klein und misgebildet...wenn man es nicht operieren kann..." Suzanne brach ab und musste sich zwingen ruhig und tief durch zu atmen. Alexej küsste sanft und warm auf ihre Stirn und lies die Antwort , die er bereits durch eigene Rechereche wusste , ungesagt im Raum stehen.
Er nahm ihre zittrigen Hände in seine, strich sanft mit seinen Daumenrücken über ihre Finger. Er musste sich räuspern um seine Stimme zu kräftigen.
"Ich werde mir alles mögliche tun um Dich und das Baby in die besten Hände , der besten Herzspezialisten zu bekommen..."
Suzanne sah langsam zu ihm hoch und lies ihre Tränen laufen.
"Was wenn das Unsere Strafe ist?"
Alexej sah zu ihr und sah sie fragend an.
"Was?"
"Wir sollen NICHT zu dritt glücklich werden! Das ist ein Zeichen Alex!" Suzanne begann zu weinen und sah aufgelöst zu ihm.
"Wir werden zu dritt glücklich! Ich werde nichts unversucht lassen!" Er legte seine Hände auf ihre Schultern und sah ihr in die Augen.
"Ich werde für Dich und das Baby die besten Ärzte finden!"
"Sag nicht Baby...es wird ein Mädchen!" Suzanne lächelte ihn zittrig an und stand auf.
"Wir müssen ihr einen Namen geben..."


"Charlotte?" Alexej lächelte Suzanne an und legte sich zu ihr ins Bett.
"Ich war schon immer verliebt in diesen Namen...meine Puppen hießen früher immer Charlotte." Suzanne lächelte ihn müde an und kuschelte sich geschafft in seine Arme.
Alexej küsste sanft auf ihre Haare.
"Wir müssten mit Clara darüber reden...ich hab Dir doch mal von ihrer Fehlgeburt erzählt."
"Ja und das dass Kind , wenn es ein Mädchen gewesen wäre Charlotte heißen sollte...aber vielleicht gibt Sie uns ja ihren Seegen..." Suzanne sah ihn geschafft an und konnte kaum ihre Augen offen halten. Alexej strich sanft durch ihre Haare.
"Ich fahre später zu ihr..."
"Danke..." Suzanne flüsterte es leise und schlief kurz darauf ein.


Clara sah ihm mit Tränen getränkten Augen an und nickte ganz langsam.
"Natürlich darf die Kleine Charlotte heißen!" Die Tränen liefen ihr nun die Wangen herunter und tropften auf ihren Pullover. Matthew stellte sich blass hinter sie und knetete sanft ihre Schultern.
"Hey...alles wird gut."Er küsste sanft auf ihre Wange und sah schweigend zu Alexej.
Alexej nickte ihm leicht zu und atmete tief durch.
"Ich werde sämtliche Herz und Kinderchirurgen der Gegend abklappern , wenn nötig in Washington und auch in New York..."
Clara sah zu ihm und versuchte ihre Tränen zu unterdrücken.
"Wie geht es jetzt mit Suzanne weiter?"
"Schonen..."
"Dann darf Alice über die Wochenenden nicht mehr zu euch!" Clara nickte ihm zu und versuchte sich ihre Tränen wegzublinzeln.
"Nein , gerade das will Suzanne nicht! Alice ist kein Wirbelwind den man 24 Stunden lang beaufsichtigen muss! Sie möchte mit Suzanne backen und danach wollten sie zusammen ein Buch anfangen...Suzanne ist wichtig für Alice geworden seit.."
Er sah zu Matthew und nickte ihm zu.
"Seit Roth weg ist...Alice braucht auch andere Bezugspersonen als Euch...wir wissen das Janine beim Thema Kinder immer noch ne Flasche ist! Alice fühlt sich wohl bei Uns..und Suzanne tut es gut , sich ablenken zu können...."
"Soll ich ihnen beim Backen helfen?" Clara schnäuzte sich und lächelte Alexeh schief an.
Alexej begann leicht zu grinsen.
"Ich glaub schon , Suzanne kann überhaupt nicht backen...und ich glaub ihr tut es gut auch mal mit jemand anderem ausser mir zu reden...wenn Sie reden will..über Charlotte , dann lass Sie bitte reden. Ok?" Alexej lächelte leicht und kniff für einen Augenblick seine Augen zusammen und versuchte seinen Tränen zurück zu halten.
Clara sah zu Matthew hinauf und nickte ihm zu.
Matthew räusperte sich.
"Alex...wenn Du...IHR Hilfe braucht , dann bin Ich auch da für Euch.."
Er reichte Alexej die Hand. Alexej ergriff sie und stand auf.
"Danke Matthew!"

26


"Und jetzt ab in den Ofen damit!" Clara lächelte Alice zu und stupste sanft mit ihrer Hüfte gegen sie.Alice zog sich konzentriert die viel zu großen Ofenhandschuhe an und sah zu Suzanne , die für sie die Ofentür öffnete. Alice nahm vorsichtig die Backform mit ihrem Kürbischeescake und stellte ihn in den Ofen. Stolz darauf es geschafft zu haben grinste sie vor sich hin und ihre Wangen begannen sich zu färben als sie spürte das Clara und Suzanne wegen ihr grinsen mussten.
Suzanne wischte mit einem feuchten Lappen über die Arbeitsplatte und sah zufrieden zu Clara.
"Vielen Dank für deine Hilfe! Ohne Dich wären wir sicher nicht so gut durch das Rezept gekommen!"
"Ich hab doch nur Tips gegeben..." Clara lächelte und rührte durch das lauwarme Kürbiskompott.
"Im Backen bin ich eine Niete! Ich war immer froh darüber das man Kuchen auch sehr gut kaufen kann!"
"Mommy macht den besten Kuchen!"Alice lächelte schüchtern und kuschelte sich an Clara´s Hüfte heran. Clara lächelte und kraulte durch ihre Locken.
Suzanne nahm auf ihrer Küchenbank platz und nickte Alice zu.
"Das glaube ich Dir sofort! Und den Rest vom Kürbis hat sie auch super verarbeitet!"
"Ich empfehle Griespudding dazu..." Clara sah zu ihr und zeigte dabei mit einem Zeigefinger auf Alice.
"Griespudding?Den könnte ich jetzt gebrauchen!" Alexej kam in die Küche und lächelte in die Runde.
"Opa!" Alice lies Clara´s Hüfte los und umschlang die Hüfte von Alexej. Alexej lächelte müde und zufrieden zu seiner Enkelin herunter und strich durch ihre Haare.
"Na ist der Kuchen schon im Ofen?"
Alice nickte und drückte ihr Gesicht eng an ihn heran.

Clara erschrak leicht , als sie Alexej genau betrachtete. Seine sonst so starken und straffen Schultern , hingen geschafft herab und unter seinen Augen , in denen sie den frechen Glanz vermisste , lagen dunkle Schatten von Nächten die er vor dem Computer verbracht haben musste. Auf seinen Wangen prankte der dunkle Schatten der Bartsoppeln die er sich seit ein paar Tagen nicht mehr rasiert haben musste.
Clara räusperte sich leicht und nickte Alice zu.
"Wolltest du nicht einen Film gucken so lang der Kuchen im Ofen ist?"
Alice nickte leicht.
"Und Du legst dich bitte etwas hin!" Alexej sah zu Suzanne und hob müde seine Augenbrauen. Suzanne seufzte leise und stand auf.
"Darf ich denn mit Alice den Film gucken?Ich verspreche auch das ich mich hinlegen werde..."
Alexej nickte leicht und bekam von ihr einen sanften Kuss. Er lächelte schief und küsste nochmal sanft auf ihre Lippen bevor er sie mit Alice hinauf gehen lies.
"Und wir legen uns jetzt auch mal hin hm?" Clara sah ihn mit zusammen gepressten Lippen an und atmete tief durch. Alexej sah sich in der Küche um und zeigte auf den Küchenblock.
"Hier hin?"
"Ins Gästezimmer!Furchtbar das eure Möbel noch nicht da sind!"
Clara schnappte sich den Küchenwecker und zog Alexej mit ins Gästezimmer.
"Du siehst müde aus..." Clara legte sich zu Alexej und kuschelte sich an ihn heran.
Alexej hatte Mühe seine Augen offen zu halten und nickte kaum merklich.
"Ich recherchiere...telefoniere...schreibe Emails...lese Berichte , gucke Dokumentationen...bin sogar in einem Forum für Eltern mit Kindern die am Linksherzsyndrom leiden..."
"Und bringt es was?Hast du Ärzte gefunden?"
"Ein Krankenhaus in New York...das Mount Sinai Hospital, ist das Beste auf dem Gebiet! Nächste Woche haben wir da einen Termin! Dort haben sie bessere Geräte und können eine genauere Diagnose stellen..."
"Und wenn es sich herausstellt das es stimmt?"
"Dann werden wir alles versuchen was wir können...es würde sicher bedeuten das Suzanne dort entbindet...was bedeutet das wir schon Wochen vorher dort in der Nähe leben müssen..."
"Wenn Du Hilfe brauchst sag bescheid Dad!" Clara küsste sanft auf seine Wange und strich anschließend leicht herüber. Alexej lächelte leicht und schloß seine Augen.
"Du wirst ne gute große Schwester..."
Er hob leicht seine rechte Augenbraue und knurrte vor sich her.
"Suzanne...naja jetzt will sie erstrecht ein Babyzimmer...sie will halt daran glauben das es klappt! Naja und ich kenn mich damit nicht so aus...würdest du uns helfen?"
"Dad..wenn es um´s shoppen geht immer!" Clara grinste und legte eine Wolldecke über Alexej.
"Schlaf etwas...ich mach euch so lang Griespudding..."


Clara hatte am Abend es nicht über ihr Herz bringen können Maggie und George in ihre eigenen Betten zu bringen. Sie hatte beide im großen Ehebett schlafen gelegt.
Sie schloß vorsichtig die Tür und schlich sich zu Matthew ins Wohnzimmer.
Sie kuschelte sich an ihn heran und genoß die wohlige Wärme die von ihm ausging.
"Wie wars heute?" Matthew kraulte sanft durch ihre Haare und schaltete den Fernseher ab.
"Gut...Alice war richtig stolz auf sich. Naja und Suzanne auch , nachdem mal ein Kuchen bei ihr geklappt hat."
Matthew schmunzelte leicht. Er zog seine Augenbrauen leicht zusammen und räusperte sich.
"Hat Alex schon was rausbekommen?"
"Nächste Woche haben sie einen Termin bei Spezialisten in New York. Noch vorher möchte Suzanne Möbel für die Kleine besorgen...Ich soll helfen...Beide wirken mit einem Schlag so hilflos..."
"Wenn es sich bewahrheitet , ist es auch ein ziemlich großer Schlag. Sowas hat keiner verdient." Matthew küsste ihr sanft auf die Stirn und stand auf.
Anders und liebevoller konnte er sein Mitleid für Alexej nicht ausdrücken , das wusste Clara und war zufrieden damit. Sie liefen leise ins Schlafzimmer und schoben George und Maggie wieder in die Mitte des Bettes.
Matthew sah auf seine schlafenden Kinder und hob seinen Blick zu Clara.
"Was ist wenn uns mal was passiert? Uns Beiden...Wer kümmert sich dann um unsere Drei?"
"Wenn ich an heute denke...fände ich Alexej und Suzanne super...aber auch Roth..nur sie ist soweit weg...so unnahbar..."
Matthew nickte leicht und deckte seine Kinder wieder zu.
"Wir sollten mit Alexej über diese mögliche Aufgabe reden...aber auch mit Mum. Wir sollten die Drei absichern."
Clara lief zu ihm und küsste ihn liebevoll.
"Wir machen das alles in Ruhe! Und hoffen bis dahin das uns einfach nichts passiert.."



27

"Wasn heute mit Dir los?"
Olivia hakte sich bei Roth unter und lief mit ihr über eine kleine Festwiese, die im Halloweenstyle gehalten war und über der keine Horden verkleideter , kritschender Kinder rannten. Roth biss von ihrem kandierten Apfel ab und zuckte lustlos mit ihren Schultern.
"Hab vorhin mit meiner Familie telefoniert."
"Und das zieht Dich so runter?"
Sie wichen einer kleinen Gruppe Geister aus und stellten sich an einer Schlange an einem Riesenrad an.
"Eher die Tatsache das Alice nicht mit mir telefonieren wollte..." Roth zog ihre Augenbrauen zusammen und sah mürrisch auf ihren roten , klebrigen Apfel.
"Was wollte sie stattdessen?"
"Sie ist scheinbar wieder in ihr Zimmer zurück..vergräbt sich da seit Tagen mit einer Buchreihe die sie mit Suzanne begonnen hat zu lesen..."
Roth verdrehte leicht ihre Augen und trottete mit Olivia am Arm ein paar Schritte in der Schlange vor.
"Bist du eifersüchtig?" Olivia schmunzelte und bezahlte zwei Tickets für das Riesenrad.
Sie stiegen in die wackelige Gondel und Roth balancierte dabei ihren Apfel so gut sie konnte , ohne dabei an Olivia zu ecken.
Sie plumsten auf die kühle Sitzfläche und Olivia zog die kleine Tür zu.
Roth lehnte sich an und schloß für den ersten Moment ,in dem das Riesenrad los fuhr , ihre Augen.
"Alexej´s Baby...sie haben gestern die entgültige Diagnose bekommen , das es mit einem schweren Herzfehler...einer Missbildung geboren wird!" Roth kniff kurz ihre Augen zusammen und sah dann zu Olivia.
"Scheiße..." Olivia zündete sich eine Zigarette an und winkte dem Riesenradbetreiber der zu ihr hoch schrie das Rauchen verboten sei.
"Im Pub auch und du tust es trotzdem!" Sie grinste ihn an und warf ihn einen Luftkuss zu.
Sie lehnte sich wieder an und sah zu Roth.
"Dir geht das nah hm?"
"Ja ,obwohl es das sicherlich nicht sollte...aber ich würde Alex am liebsten in meine Arme schließen und ihm helfen wollen..."
"Dann ruf ihn an! Rede mit ihm."
Roth schüttelte ihren Kopf und sah auf die kleiner werdende Landschaft herunter.
"Er hat genug Stress...da muss ich ihn nicht verwirren...Wenn die Zeit reif ist, treffen wir wieder auf einander..."

"Die Aorta hat nur eine geringe Missbildung...wenn die erste Operation klappen sollte , würde es schon besser aussehen.."
Der Herzspezialist Prof. Rosenstein , setzte sich zu Suzanne und Alexej und hielt ein CT-Ausdruck hoch und umkreiste mit einem Stift die gemeinte Aorta.
Suzanne sah unwohl zu Alexej und zog leicht ihre rechte Schultern an.
Alexej legte einen Arm um sie herum und drückte sie leicht an sich heran.
"Wie hoch ist unsere Chance?"
Der Professor richtete seinen Blick direkt auf Alexej und nickte ihm zu.
"50/50...so leid es mir tut , aber ich bin ehrlich zu ihnen...sobald Suzanne die ersten Anzeichen der nahenden Geburt wahrnimmt, kommt sie hier unter Beobachtung.
Wenn es soweit ist, wird das Baby.."
"Charlotte..." Suzanne murmelte vor sich hin und strich zu ihrer eigenen Beruhigung über ihren Bauch.
Der Professor lächelte sie an und nickte leicht.
"..wird Charlotte mit einem Kaiserschnitt geholt und an eine Herzlungenmaschiene angeschloßen...die erste Operation erfolgt in den ersten Lebensstunden ,dabei erweitern wir die Aorta mit einer Art Kunsstoffflicken und ein Shunt wird das alles unterstützen , dabei ist es allerdings notwendig , das wir einen Herzstillstand verursachen , dafür die Herzlungenmaschine...sind wir erfolgreich , wenden wir die zweite Operation ein paar Tage später an.Das Verbinden weiterer Venen und Einsetzten mehrere Shunts. Nach ein paar Wochen wird bei der letzten Op die untere Hohlvene an die Pulmonalarterie angeschloßen und uns sollte die Komplette Verbindung für den Kreislauftrennung gelungen sein." Er legte Alexej und Suzanne ein paar Broschüren , die alles noch mal erklärten , auf den Tisch und lächelte sie leicht an.
"Die meisten Operationen gelingen! Wir sind hier sehr versiert mit dem Linksherzsyndrom!"
"Wie alt kann Charlotte damit werden?" Suzanne hob ihren Blick und sah ihn mit verschwommenen Augen an.
"Ihnen muss klar sein , das Charlotte nie ein Kind sein wird , welches ein kleiner Wirbelwind ist! Sie wird sich selbst immer wieder stoppen und sich instinktiv beibringen das "Ein Schritt langsamer" für Sie das Beste sein wird. Mit dieser Operationsmethode ist die Chance ein hohes alter zu erreichen gut! Aber Sie muss auf sich achten. Frauen mit dem Linksherzsyndrom raten wir allerdings von einer Schwangerschaft ab. Davon mal abgesehen und kleinere Abstriche bei der Freizeitgestaltung , kann Charlotte alt werden...nur müssen wir sie dafür erst fit machen..helfen Sie mir dabei in dem sie sich schonen Suzanne."

"Komm ins Bett..." Suzanne legte von hinten ihre Arme um Alexej und legte müde ihren Kopf gegen seine Schulter. Alexej stand am Fenster ihrer neu bezogenen ,provisorischen Wohnung in New York , die sich in der Nähe des Krankenhauses befand , und sah in die Nacht hinaus. Er nahm eine Hand von ihr , küsste sanft auf ihre Fingerknöchel und kuschelte anschließend sein Gesicht in ihre Hand hinein.
"Es gibt Eltern...die eine Operation ausschließen.."
Suzanne flüsterte es. Alexej öffnete seine Augen und lief ins Schlafzimmer.
"Nein! Wir werden es auf jeden Fall versuchen! Koste es was es wolle..."
"Alexej...wenn...also ich könnte Dich verstehen wenn du sagst das Du wieder zu Roth gehst...ich könnte es verstehen wenn Du wieder zu ihr gehst und dort wo sie ist mit ihr was Neues aufbaust..." Suzanne stand verloren im Schlafzimmer.
Alexej schüttelte langsam seinen Kopf und setzte sich geschafft auf das Bett.
"Ich habe Dir von Anfang an gesagt das ich zu Dir und dem Baby stehe...und ich werde Dir bei jedem Schritt helfen! Und das Baby wird es schaffen...Es muss es einfach schaffen!"
Er starrte müde vor sich her. Suzanne ging zu ihm und begann liebevoll durch seine Haare zu streichen. Alexej kuschelte seinen Kopf an ihren Bauch.
Nach kurzer Zeit spürte er eine kleine Bewegung.
Beide sahen sich an und lachten gleichzeitig auf.
"Hast Du das auch gespürt?" Suzanne grinste und sah begeistert auf ihren Bauch herunter.
Alexej hob Suzanne Pyjamaoberteil etwas hoch und legte den Bauch frei.
Er setzte einen warmen Kuss auf den Bauch.
Seine Finger liefen langsam über die Stelle , bei der er Charlotte gespürt hatte.
"Wir passen auf Dich auf kleine Lady..."



28

Das Roth jetzt direkt an einer rauen Küste lebte , bekam sie in einer stürmischen Nacht sehr gut zu spüren. Das Gewitter was über sie herüber brach , war das schlimmste Gewitter welches sie je erlebt hatte. Taghell erleuchteten die Blitze ihr kleines Schlafzimmer und der krachende , grollende Donner hielt sie wach.
Der Wind drückte und zog die Fensterläden auseinander und verusachte damit unangenehme Geräusche , die Roth wach hielten und ihr fast den Verstand raubten.
Gegen 4 Uhr Morgens hatte es Roth es satt und gab in dieser Nacht das Schlafen auf.
Tief in ihre Strickjacke gekuschelt und mit einem neuen Buch bewaffnet zog es Roth in die Küche und bei Musik und einem heißen Tee , konnte sie etwas das Gewitter ausblenden...

Der Morgen lag dunkel vor der Küste und die Blitze tanzten immer noch über das aufgepeitschte Meer. Der Regen prasselte unaufhörlich gegen die Fenster.
Das Quietschen ihres Briefkastenschlitzes riss Roth aus ihren Buch heraus und sie sah aus dem Fenster. Tropfnass sortierte Chris die übriggebliebene Post in seine Tasche hinein.
Er kauerte dabei unter ihrem kleinen Vordach und sah geschafft zu seinem Postrad hinaus.
Roth klopfte gegen ihr Küchenfenster und winkte ihm zu.
Chris sah zu ihr , lächelte und winkte ebenfalls.
Sie öffnete ein Stück das Fenster und schrag bei einem erneuten Donnerschlag zusammen.
"Wo ist denn ihr Auto?"
"Kaputt! Die Säcke in der Werkstatt sind zu faul und bekommen es vor Freitag nicht hin!Das alles nur weil meine Manschafft beim letzten Rugby gewonnen hat!"
Chris grinste und verzog leicht sein Gesicht , als er in den dunkelgrauen Himmel hinauf sah.
"Tee?" Roth grinste und hob beide Augenbrauen.
"Sehr gern!" Chris schmunzelte und zog seinen Kopf zwischen seine breiten Schultern , als ein erneuter Donnerschlag zu hören war.

"Tut echt gut..." Chris nippte an seinem heißen Tee. Roth hängte seinen feuchten Pullover über eine Stuhllehne am Küchenkamin und setzte sich zu ihm.
Sie sah ihn an und begann nach wenigen Augenblicken zu grinsen.
"Jetzt weiß ich woher ich Sie kenne...der Bauarbeiter mit der eleganten Verbeugung...beim letzten Gewitter am Supermarkt!"
Sie grinste und lehnte sich zurück. Chris schmunzelte und nickte ihr zu.
"Nur war ich kein Bauarbeiter...ich war der Bruder eines Bauarbeiters...Jack lebt in Dover , wir sehen und nur zwei , drei mal im Jahr...da musste ich doch mit ihm um die Häuser ziehen!"
Roth lächelte und nippte an ihrem Tee. Der Anblick von Chris gefiehl ihr.
Seine kurzen , dunkelgrauen Haare , seine gebräunte Haut, die Art wie seine muskolösen Oberarme sein Shirt ausfüllten und dieses freche Grinsen und der freche Ausdruck in seinen Augen fand sie einfach gut. Perfekt machte dieses Erscheinen sein dunkelgrauer drei Tage Bart.
Sie redeten über den Ort, Gott und die Welt.
Beide spürten das der Gegenüber nicht vom anderen abgeneigt war.
Unangenehm war Roth die Siutation nicht, nur war es ungewohnt für sie einen anderen Mann , als Alexej , anziehend zu finden.
"Haben Sie Hunger?" Sie stand auf und lief an ihm vorbei. Chris sah ihr nach und erhaschte einen Blick auf ihren Po.
"Appetit hätte ich schon..."
Roth drehte sich zu ihm um und hob fragend ihre Augenbrauen.
Chris schmunzelte , stand auf und ging zu ihr.
Er war groß , breit gebaut und auf gewisser Weiße muskulös.
Roth sah miteiner Spur Verlegenheit auf ihren Wangen zu ihm herauf und begann zu lächeln.
"Und auf was?"
"Amerikanisch?" Er hob lächelnd seine rechte Augenbraue und fuhr sanft mit einem Zeigefinger über den rechten Kragen ihrer Strickjacke.
"Amerikanisch mit schottisch?"
"Crossover..." Er zog Sie sanft an ihrem Kinn zu sich heran und begann sie zu küssen..

Sanft fuhr er mit seiner Nasenspitze über ihre. Roth lächelte und hielt ihre Augen geschloßen. Sie lagen in ihrem Bett. Er lag auf ihr und verteilte sanfte Küsse auf ihren Hals.
Roth lies ihre Augen geschloßen und genoß die letzten Empfindungen ihres Orgasmuses.
Chris legte sich neben Sie und fuhr sanft mit seinen Fingern durch ihre Haare.
"Soll Ich gehen?"
Roth schüttelte leicht ihren Kopf und lächelte.
"Wenn Du willst kannst du dich nun wirklich noch aufwärmen...Ich hab heute nichts vor und daher Zeit." Sie öffnete ihre Augen und begann über seine kurzen Haare zu fahren.
Chris grinste und drehte sich auf seinen Bauch.
"Du gefällst mir Janine...bist anders als die Dorfdamen..."
"Aber ich bin nichts für Dich...falls Du das denkst."
Roth stand auf und schlüpfte in ihren schwarz weiß gestreiften , von Alexej gehassten , Morgenmantel.
"Ach nein?" Chris grinste und kuschelte sich in ihre Kissen.
Roth setzte sich aus seine Seite des Bettes und strich über seinen nackten Rücken.
"Ich hab Hunger....Du auch?Frenchtoast?"
Chris nickte und schloß seine Augen.
"Du gefällst mir wirklich.." Er murmelte leise und war kurz davor ein zu schlafen.
Roth küsste sanft auf seine nackte Schulter und lächelte.
"Auf einen Kaffee oder Tee gern..."
"War der Sex so schlecht?" Chris lachte leise auf und lies sich weiterhin von ihr kraulen.
Roth grinste und schüttelte leicht ihren Kopf.
"Er war gut und kam genau richtig..."

Am Abend verabschiedete sich Chris von Roth. Er küsste sanft auf ihre Wange und lächelte sie an.
"War ein super Tag...schön das ich dich so kennen lernen durfte.."
Roth lächelte zufrieden und strich ihm seinen Kragen glatt.
"Wenn Du dich mal wieder aufwärmen willst...einen Tee hab ich immer für Dich."
"Deine Pasta war auch super! Die könnte ich auch sicher mal wieder vertragen!"
Roth grinste und nickte ihm zu.
"Mach Dir noch einen schönen Abend."
"Ich werde an Dich denken.."
"Verschwende keine Gedanken mehr an mich..." Sie küsste sanft auf seine Wange und lächelte ihn an.
Chris nickte und schulterte seine Posttasche.
"Danke Janine...für den tollen Tag."



29


Roth war am nächsten Morgen besser gelaunt und ihre Arbeit in Olivias Küche ging ihr spielend leicht von der Hand. Den letzten Blaubeermuffin , den Olivia immer für Roth zurück hielt , pflückte sie ihr bereits vom Tablett , bevor Olivia auf den Tisch stellen konnte. Olivia sah skeptisch zu ihr herüber und stapelte benutzte Teller in die Geschirrspülmaschiene.
"Irgendwas ist mit Dir passiert...hat der Blitz bei Dir eingeschlagen?"
"Hm..."Roth grinste und zerpflückte den Muffin.
Olivia stopte und sah zu Roth herauf.
"Erzähl..." Sie begann zu grinsen und griff nach ihren Zigaretten.
Roth grinste und lachte leise auf.
"Chris.."
"NEIN!" Olivia riss ihre Augen auf und ihre Kinnlade klappte nach unten.
"Gestern Morgen...Mittag und dann noch mal am Abend , bevor er ging."
Roth wartete auf die Reaktion von Olivia und begann dann über ihr erschrockenes Gesicht zu lachen.
"Und alles ohne Kekse..es gab Frenchtoast und Pasta...und vorher englischen ,heißen Tee."
Roth schmunzelte und nippte an ihrem Tee.
"Du und Chris...das hätte ich nie gedacht..." Olivia lies sich auf ihren Stuhl sinken und begann zu grinsen.
"Du traust mir wohl gar nichts zu hm?" Roth hob lächelnd ihre Augenbrauen.
"Ich hätte Dich nie für so mutig eingeschätzt....was DAS betrifft."
"Ganz ehrlich? So schnell werde ich auch nicht mehr so mutig sein!Die Situation war einfach perfekt!" Roth sah lächelnd auf ihre Tasse herab und fuhr mit ihrem Zeigefinger über den Rand der Tasse.
"Aber Chris ist ein guter Kerl...Du könntest den sicher seßhaft machen..."
Roth sah zu Olivia herauf und schüttelte ihren Kopf.
"Ich dachte schon einmal , das ich nen Kerl seßhaft gemacht habe...von dem hab ich mich vor ein paar Wochen getrennt.."
"Chris wäre sicher anders...er ist auch ein Aussteiger musst Du wissen. Er giert nicht nach Macht und Geld! Er ist der Jenige der sich auf Dorffesten nicht betrinkt und passt auf das die Besoffenen nicht die Damenwelt überfällt..."
"Dafür fällt er dann in sämtliche Schlafzimmer ein..nein! So einen brauch ich nicht nochmal! Auch wenn er sehr nett ist und zugegeben der Tag gestern toll und verdammt nötig war! Für was Festes nicht..."
"Weißt Du...ich glaub das was Er braucht...könnte ne Frau wie Du ihm geben. Ein richtiges Zuhause!"
"Dann soll er sich so jemanden suchen...und nicht ständig ne Andere haben!"
"Versuchs doch mit ihm!"
"Nein!" Roth grinste und schüttelte ihren Kopf.
"Ich will jetzt einfach nur für Mich sein...nur deswegen bin ich hier her gekommen...ich brauche keinen zweiten Alexej..."


"Ich will aber NICHT mit zu Oma an Weihnachten!" Alice sah maulig zu Clara und Matthew.
Matthew verdrehte seine Augen und stöhnte auf.
"Und DU kommst mit!Keine Diskusion!"
"Aber ich will zu Opa!" Alice Gesicht färbte sich rot und sie zog zornig ihre Augenbrauen zusammen.
"Was Du willst ist MIR egal! Du kommst mit und Ende!"
"Aber was ist mit Opa?!" Alice sah verzweifelt zu Clara und hoffte bei Ihr auf Unterstützung.
"Bei dem bist du doch nach Neujahr...eine ganze Woche."
"Aber er ist dann Weihnachten mit Suzanne ganz alleine! Oma hat doch Dich , Daddy , George und die Maggie! Das reicht doch!"
"Aber Du bist für Oma genauso wichtig wie George und Maggie! Sie freut sich doch schon auf Dich!"
Alice stöhnte auf und atmete tief durch.
"Reicht das nicht wenn ich Oma anrufe?"
"NEIN! Und Schluß jetzt!" Matthew wurde selten laut , aber diesmal reichte es ihm.
"Geh auf dein Zimmer!Wenn Du weiter diskutierst gehst Du dieses Jahr überhaupt nicht mehr zu Alex und Suzanne!"
Alice schnappte nach Luft und sah zu Clara. Clara schloß kurz ihre Augen und nickte leicht.
"Geh jetzt mal ein paar Minuten auf dein Zimmer...die paar Tage bei Oma wirst Du schon überstehen...und Du kannst von da aus sehr gern Opa anrufen..."
Alice sah sauer zu ihren Eltern herüber und stürmte dann zu ihrem Zimmer herauf.
Clara atmete tief durch und sah zu Matthew.
"Sag mal gehts noch?"
"Sie soll nicht immer das bekommen was sie will! Daran muss sie sich gewöhnen!"
"Aber ihr zu sagen das sie nicht mehr zu Alex und Suzanne darf? Sie liebt die zwei!"
"Sie kann doch mal ein paar Tage bei meiner Mutter verbringen!Das wird doch nicht zuviel verlangt sein!"
Clara verdrehte ihre Augen.
"DEINE Mutter...wenn es umgedreht wäre , würde sie Weihnachten bei Roth sicher verbringen dürfen und nicht bei Alexej..."
"Quatsch! Sie sondert sich schon so immer viel zu viel von uns ab! Da ist es nicht zu viel wenn sie Weihnachten bei uns ist! Thanksgiving verbringt sie doch schon bei Alexej!"
"Pass bloß auf das ich nicht auch noch bei ihm feiere! Mir ist das ganze hin und her zu blöd!" Clara lies ihn stehen und lief zu Alice hinauf.
Sie klopfte vorsichtig an ihrem Zimmer und wartete auf ein Zeichen.

Alice öffnete für einen kleinen Spalt die Tür und sah bockig zu ihr.
"Darf ich reinkommen?"
Alice nickte leicht und öffnete für Clara die Tür.
Clara setzte sich mit zu ihr aufs Bett und strich ihr sanft über den Rücken.
"Dein Daddy möchte doch nur mit dir Weihnachten verbringen..."
"Aber ich will zu Opa.." Alice sah traurig auf ihre Füße herab.
"Bei ihm ist es bestimmt schöner als bei Oma..."
Clara seufzte leise und sie wusste das Clara recht hatte , denn bei Roth müssten sie alle in das kleine Cottage und es gab für Alice keinen Ausweg um ein paar ruhige Momente zuhaben. Clara strich durch ihre Haare und lächelte sie tapfer an.
"Wir waren noch nie in Schottland , da ist es super schön! Gerade im Winter! Wir beide können da sicher durch den Schnee reiten!"
"Ich mag Pferde nicht so..." Alice sah zu ihr herauf und zog ihre Nase kraus.
"Da finden wir sicher was anderes was wir Beide allein machen können...nur Du und Ich!"
Alice schwieg und zog langsam ihre Schultern heran.
"Und du kannst viele Fotos machen und sie dann Alex und Suzanne zeigen..."
"Darf ich den Beiden auch was kaufen?"
"Klar...aber wir müssen noch ein Geschenk für Oma kaufen...hilfst du mir?"
Alice zuckte erneut mit ihren Schultern und sah unbeeindruckt vor sich hin.
"Wir Beide könnten den ganzen Tag in der Mall dafür verbringen."Clara schmunzelte.
Alice begann leicht zu grinsen.
"Ich und Opa essen da immer ganz viel..." Sie sah begeistert zu Clara hinauf.
Clara lachte leise und legte ihre Arme um sie.
"Das können wir auch machen!Und Daddy muss alles bezahlen! Ok?"
Alice nickte leicht und kuschelte sich in Claras Griff.
"Also kommst Du mit?"
Alice nickte leicht und drückte ihr Gesicht an Clara heran.
"Aber Spaß hab ich da sicher nicht..."

30

Alexej nahm Suzanne den überquillenden Wäschekorb aus den Händen und lief ins Schlafzimmer. Suzanne seufzte und verdrehte leicht ihre Augen.
"Das ist nicht zu schwer..." Sie lief ihm nach und kam gerade dazu als Alexej den gesamten Inhalt des Korbes auf dem Bett verteilte. Suzanne wollte sich nach herunter gefallenen , einzelnen Socken bücken als Alexej sie aufhielt.
"Setz Dich lieber..." Er bückte sich nach den Socken und sammelte sie auf.
"Alex..."
"Du sollst Dich schonen!" Alexej presste seine Lippen zu schmalen Strichen.
"Aber wenn du 24 Stunden um mich herum wuselst und ich überhaupt nichts mehr machen darf , hilft mir das auch nicht! Mich regt das auf!"
"Während Du dich aufregst kannst Du dich aber auch setzen." Er küsste sanft auf ihre Stirn und führte sie zum Sessel , der in einer Ecke des Schlafimmers stand.
Suzanne atmete tief durch und lies sich in den Sessel sinken.
"Das deprimiert mich , wenn ich nichts machen darf!"
"Gegen Depressionen hilft ein schönes heißes Bad..ich lass Dir eins ein wenn ich hier fertig bin!" Alexej griff sich eines ihrer Negligees und versuchte es zusammen zu legen.
Suzanne hob ihre rechte Augenbraue und sah ihm beim kläglichen Versuch zu.
"Seit wir aus New York zurück sind lässt Du mich überhaupt nichts mehr machen!"
Sie ging zu ihm und riss ihm das Negligee aus den Händen.
"Du sollst Dich schonen!" Alexej klang müde und sah auch so zu Suzanne.
Suzanne lies das Stück Stoff in ihren Händen aufs Bett fallen und legte sanft ihre Hände auf seine unrasierten Wangen. Sie lächelte ihn liebevoll an und legte sanft ihre Lippen auf seine.
"Wir nehmen gemeinsam ein Bad , danach rasierst Du dich und wir gehen gemeinsam einkaufen! Morgen ist Thanksgiving , Alice kommt zu Besuch und nichts ist vorbereitet!"
"Du legst Dich hin und ich geh einkaufen..."
"Wir machen jetzt was ICH sage! Geh bitte ins Badezimmer und lass Wasser in die Wanne...ich kümmer mich solang um die Wäsche!"
Sie begann ihn zu küssen und strich dabei liebevoll über seinen Bauch.
Das Alexej müde und ausgelaugt war spürte sie und sah sie ihm auch an.
Nachdem er im Bad verschwunden war , faltete Suzanne schnell die Wäsche zusammen und schrieb Clara eine Sms , in der sie Clara bat etwas später mit ihr einkaufen zu fahren.
Alexej saß auf dem Wannenrand und sah dem Schaumbad beim wachsen zu.
Suzanne trat hinter ihn und legte sanft ihre rechte Hand auf seine Schulter.
"Clara hat mich eben angerufen...ich fahr jetzt mit ihr einkaufen!"
Sie fuhr mit ihrer linken Hand um ihn herum und hielt ihm ein halbvolles Rotweinglas vor sein Gesicht.Alexej nahm ihr das Glas ab und lies seinen Kopf zwischen seine Schultern sinken.
"Ich versage ja jetzt schon als Beschützer..."
Suzanne küsste warm auf seinen Nacken und lehnte ihren Kopf gegen seine Schulter.
"Du bist der beste Mann den sich eine Schwangere wünschen kann! Und du wirst Charlotte ein toller Vater sein! Aber es bringt mir und deiner Tochter nichts , wenn du vorher schlapp machst! Du entspannst jetzt in der Wanne..." Sie griff nach einer Fernbedinung und lies leise Musik laufen.
"...trinkst den Wein , Schokolade liegt bereits neben Dir und versuchst an Nichts zu denken." Sie küsste nochmal auf seinen Nacken und stand auf.
"Und wenn ich wieder komme , darfst Du für mich kochen!" Sie grinste ihn an und strubbelte leicht durch seine Haare.

"Alice mag eh keinen Truthahn.." Clara stand mit Suzanne vor dem leeren Kühlregal und begann zu grinsen.
"Gott wir sind echt schlechte Eltern...bzw Großeltern/Stiefoma..." Suzanne verzog leicht ihr Gesicht und strich sanft über ihren Bauch.
"Glaub mir...das erste Thanksgivingessen was ich und Matthew ausgerichtet haben ging auch so ziemlich daneben! Ab da gab es bei uns immer Fast Food an diesem Tag!"
"Aber ich wollte Alice was besonderes bieten!" Suzanne stützte sich auf den Einkaufswagen und sah auf die klägliche Ausbeute.
"Das klingt jetzt sicher komisch , aber Alice ist sehr bescheiden! Sie liebt Pancakes mehr als ein großes Festessen! Am besten ist wenn du morgen Alex mit ihr los schickst und sie ein paar Burger besorgen!" Clara lächelte und legte ein paar Tüten gefrorene Chickenwings in den Einkaufswagen. Suzanne griff sich ebenfalls welche. Sie seufzte und begann gleich danach leise zu lachen.
"Alexej meinte heute schon das er nichts taugt...naja ich wohl noch weniger."
"Redet Euch das doch nicht ein! Alice liebt es bei Euch! Und George und Maggie kamen auch ohne Kratzer wieder! Ich weiß nicht wie oft wir hungrig ins Bett gegangen wären ohne Alex und..Roth." Clara lächelte Suzanne an und strich ihr sanft über den Rücken.
"Genau , Roth! Ich bin nicht so wie sie...ich hab Sie immer belächelt , weil sie das typische Hausmütterchen verkörpert...jetzt wäre ich froh nur einen Teil von ihr zu haben."
"Hey.." Clara zog Suzanne sanft in ihre Arme.
"Du und Alexej , ihr werdet gute Eltern! Ich würde Euch meine Kinder nie anvertrauen wenn das nicht so wäre...und glaub mir , ich gebe sie lieber zu Euch als an meine Mutter und die hat zwei Kinder großgezogen!" Clara streckte Suzanne etwas von sich weg und lächelte sie an. Suzanne blinzelte ein paar Tränen weg und atmete tief durch.
"So unsicher war ich noch nie in meinem Leben!"
"Das geht auch nie wieder weg...bei jedem kleinen Streit mit Alice frag ich mich ob ich gut genug zu ihr bin...wenn ich daran denke das ich das mindestens noch 18 Jahre vor mir hab ,bis alle auf dem College sind..." Clara grinste und lief mit Suzanne ein paar Schritte weiter zu einem Eiskühlfach.
"Deswegen hab ich immer Eis im Haus..Double Chocolate macht einfach glücklich! Erstrecht die mit Karamellsoße!" Sie sammelte ein paar Packungen heraus und lies sie in den Einkaufswagen fallen.

Suzanne krabbelte zu Alexej unter seine Decke und kuschelte sich eng an ihn heran.
Er öffnete ein Auge und legte einen Arm um sie herum.
"Clara hat die Einkäufe reingetragen...keine Angst." Sie küsste Alexej auf seine frisch rasierte Wange und lehnte dann ihren Kopf auf seinen Brustkorb.
"Du hättest mich runterufen können..."
"Du hast nicht reagiert." Sie lächelte und strich über seinen Bauch.
Ihre Hand fuhr in sanften , kreisenden Bewegungen über seine warme Haut .
Alexej entspannte sich wieder und schloß seine Augen.
"Lass es bitte zu nichts führen , was wir nicht mehr einhalten können..."
"Du weißt das ich ewig Sex nur durch Streicheleinheiten und oralen Fertigkeiten ausgeübt habe.." Sie biss sanft in sein Ohrläppchen. Alexej hielt seine Augen geschloßen und dicke Gänsehaut zog sich über seinen Nacken.
"Es muss auf keinen Marathon herauslaufen , aber etwas Ablenkung und Entspannung tut uns beiden gut." Suzanne lies ihre Hand in seine Shorts laufen.
"Wird es nicht zuviel für Dich?" Alexej drehte seinen Kopf zu ihr.
"Wir berühren uns doch nur...genau so liebevoll wie wir es schon einmal getan haben...so liebevoll wie du die ganze Zeit zu mir warst...Du brauchst keine Angst zu haben Alex...sei der Gentelmen der Du sein willst...lass Dich nicht von deinen Ängsten auffressen!"
Suzanne setzte sich neben ihm auf und zog sich ihr Shirt über den Kopf.
"Sex geht auf viele Arten...das wichtigste dabei ist das es liebevoll ist."
Sie drehte ihm den Rücken zu und wartete bis er ihren Bh geöffnet hatte.
Sie lies ihn von ihren Armen auf den Boden rutschen und drehte sich wieder zu Alexej um.
"Ich habe den festen Glauben , das wenn wir liebe-und respektvoll mit einander umgehen , es auf das Baby übergeht und es von innen her stark machen wird... Wir dürfen keine Angst verbreiten und mit traurigen Herzen auf den Tag der Geburt warten. Ich will den Alexej der mit mir dieses wunderbare Kind gezeugt hat..wenn Du dich an die Nacht der Zeunung erinnerst , weißt Du wie liebevoll du damals zu mir warst...wie vereint wir dabei waren."
"Danach war ich das größte Arschloch.." Alexej sah von ihr weg und fuhr sich durch sein Gesicht.
"Weil Du mehr als eine Frau liebst..." Suzanne setzte sich hinter ihn und streichelte über seine nackte Brust. Sie fuhr sanft mit ihren Lippen über seinen Hals und schloß dabei wie Alexej ihre Augen.
"Ich tu es immer noch...ich liebe immer noch mehr als eine Frau." Alexej schluckte und stand auf. Suzanne zog ihn sanft zu sich ins Bett zurück und strich sanft über seine Wange.
"Das weiß ich. Ich weiß das es auch keine Garantie für die Ewigkeit gibt...wenn du ehrlich zu Dir bist weißt du das auch! Nur lass uns jetzt anfangen die gemeinsame Zeit zu genießen..."



31


Alexej lies seine frische Shorts gegen seinen Bauch flatschen und streckte sich ausgiebig.
Suzanne stieg aus der Dusche und nahm von ihm das endgegen gehaltene Handtuch.
Er küsste sie zärtlich und strich dabei liebevoll über ihre nackten Hüften.
Suzanne lächelte ihn zufrieden an und legte sich das Handtuch um.
"Wieder besser drauf?" Sie grinste ihn an und fuhr langsam über den Bund seiner Shorts.
Alexej hob leicht seine Augenbrauen und nickte etwas.
"Es war sehr gut..."
"Und dringend nötig! In mir fahren alle Hormone Karusell! Da brauch ich ein Ventil!"
"Die nächsten Tage nicht...da haben wir Alice , anschließend gern wieder! Du musst Dir leider für die nächsten Tage ein anderes Ventil suchen!"
Alexej grinste und strubbelte sich durch seine feuchten Haare.
"Guck in den Kühlschrank...Clara hat mir einen guten Tip gegeben!" Suzanne zog sich ein frisches Neglige über und strich sanft über seine Schultern , die noch eine kleine feuchte Spur auf sich hatten. Sie begannen sich zärtlich zu küssen und blieben noch ein paar Augenblicke so stehen und genoßen die Stille um sich herum und das Gefühl endlich auf bessere Gedanken zu kommen.

"Du hast nur Fast Food gekauft?" Alexej sah grinsend in den Kühlschrank.
Suzanne stellte sich neben ihn und zog die andere Hälfte , den Gefrierschrank auf.
"Und Eis..." Sie sah zu Alexej herauf und grinste ihn an.
"Es ist ja auch Feiertag..." Alexej sammelte Zutaten für Sandwitches aus dem Kühlschrank.
"Wie wäre es wenn wir nach Long Island morgen fahren? Da ist mehr Platz. Es sind ja immer noch keine Möbel da..." Er griff um Suzanne herum , küsste dabei auf ihre Wange und griff nach einem Becher Eis.
"Ich weiß nicht ob ich mich da wohl fühle..."
"Weil sich da sonst immer die komplette Familie getroffen hat?" Alexej zog seine Augenbrauen nach oben und schob sie sanft zur Treppe hinauf.
"Zieh Dir erstmal wenigstens Socken an bevor Du dir sorgen wegen Long Island machst...und hast Du einen Badeanzug oder Bikini?"
"Bikini?" Suzanne sah an sich herunter und schüttelte ihren Kopf.
"Dann ruf Clara an , sie müsste ihren noch haben..."
"Wozu?" Suzanne lief die Treppen hinauf und begann sich etwas wärmeres an zuziehen.
Alexej kam etwas später mit Sandwitches und Eis hinauf.
"Whirlpool...und ein richtiger Pool...apropos..hier fehlt auch ein Pool im Garten!"
"Du willst meinen Garten aufreisen?" Suzanne nahm sich ein Sandwitch und sah maulig zu ihm.
"Einen Teil...ich steh auf Sex im Pool." Alexej grinste sie an.
Suzanne gab ihm einen Kuss und nickte ihm zu.
"Mit dem Babyphone daneben..."
Er legte sich neben sie und zog ihr die Decke über den Bauch.
"Wir machen es uns schön...ok?" Er küsste sanft auf ihre Schulter und dann über ihren Hals. Suzanne schloß ihre Augen und nickte leicht.
"Wenn Wir zusammen halten wird es auch schön...wir sind schon ein gutes Team und können nur noch besser werden!"

Alice trieb auf einer Luftmatratze im Pool hin und her und hatte dabei ihre Augen geschloßen. Ihre roten Locken trieben zum Teil im Wasser und ihre Finger zogen ab und zu kleine Linien im stillen Wasser.
Suzanne lag auf einer der Liegen , hatte entspannt ihre Augen geschloßen und lauschte , genau wie Alice dem Hörbuch welches beide sich ausgesucht hatten.
Alexej kam aus der Sauna, gab beim Vorbeilaufen Suzanne einen Kuss und lief zum Whirlpool weiter.
Suzanne gesellte sich zu ihm und stellte die Düsen an. Entspannt lies Alexej seinen Kopf in den Nacken fallen und schloß seine Augen.
"Das war meine beste Idee seit langem!"
Suzanne strich sanft duch seine verschwitzten Haare und küsste sanft auf sein Kinn.
"Du hast Recht...Alice sieht auch sehr relaxt aus.." Sie hob ihren Kopf und sah zu Alice herüber , die sich gerade soviel anstrengte um sich mit ihren Zehen vom Poolrand ab zu stoßen. Suzanne lächelte und lies sich wieder zu Alexej herunter sinken.
Alexej zog sie sanft auf seinen Schoß und begann sie zu küssen.
Suzanne schlang ihre Arme um seinen Hals , küsste sanft auf seine Wange und sah wieder zum Pool.Alexej kuschelte sein Gesicht an ihre Schulter und strich mit seinen Fingerspitzen über ihren Rücken.
Alice lies sich langsam ins Wasser fallen , schwamm zur Leiter und kletterte aus dem Pool.
Sie zog sich ihren grünen Bademantel an und schlüpfte in ein paar Badelatschen.
"Wo willst Du hin Süße?" Suzanne löste sich leicht von Alexej und sah zu Alice.
Alice drehte sich zu ihr um und lächelte schief.
"Nur aufs Klo!"
Suzanne lächelte und nickte ihr zu.
Sie kuschelte sich wieder an Alexej und kraulte durch seine Haare.
"Könnten wir auch hier wohnen?Für die Zeit vor der Entbindung?"
"Wenn Du das möchtest...von mir aus gern! Fühlst Du dich wohl hier?"
"Wenn Du dabei bist muss ich mich ja wohl fühlen!" Suzanne begann ihn zu küssen und Alexej stieg gern mit ein.
Kurz darauf hörten sie ein leises Räuspern. Alice stand vor ihnen und sah blass und geschockt aus. Suzanne erhob sich und Alexej tat es ihr gleich.
"Was ist los Baby?" Alexej fasste sanft auf ihre Schulter.
Alice zog leicht ihre Schulter an und sah unangenehm berührt zu Suzanne.
"Kannst Du mal bitte mitkommen?"
Suzanne nickte verwirrt und folgte ihr hinaus.
Alice lief mit ihr ins Badezimmer und zeigte ihr ihren Badeanzug , in dem sich nun die ersten leichten Spuren ihrer aller ersten Periode zeigten.
"Oh je..." Suzanne lächelte sie an und setzte sich mit ihr auf den Wannenrand.
"Das musste ja mal passieren...Ich bring Dir schnell was...aber ich glaub das was ich mit hab wird nicht reichen...wir beide ziehen uns dann an und fahren in einen Drugstore."
"Musst du das Opa sagen?" Alice zog ihre Mundwinkel leicht nach unten und seufzte.
"Naja er wird wissen was mit Dir los ist. Aber er weiß das es normal ist , und kein Mädchen was dafür kann."
"Bin ich denn jetzt noch ein Kind Suzanne?" Alice sah zu ihr herauf und Tränen quollen dick aus ihren Augen.
"Oh du wirst immer süß und wunderbar bleiben! Auch damit!" Suzanne zog sie sanft in ihre Arme und küsste liebevoll auf ihre Haare.
Alice kuschelte sich an sie heran und fand Suzanne wiedereinmal aufregend , wunderbar und unendlich herzlich.
"Ich hab Dich lieb Suzanne..." Sie flüsterte es erschöpft und klang dabei erleichtert.
Suzanne küsste erneut auf ihre Haare und strich sanft herüber.
"Ich Dich auch , wenn was ist kannst Du immer zu mir kommen..."



32

"Sie ist doch erst 10..."Alexej spähte vorsichtig ins Wohnzimmer , in dem Alice in einem der großen Sessel versunken war und einen Film guckte.
Suzanne verdrehte ihre Augen und sah nochmal prüfend in die Tüte des Drugstores.
Sie gab Alexej seine Packung Schokoladenriegel und knüllte die Tüte dann wieder zu.
"Das ist ganz normal...nur sprich sie erstmal nicht drauf an! Und der Spabereich sollte für uns alle erstmal zu sein."
"Kann sie denn nicht mehr baden?"
"Ich weiß nicht ob Clara schon Tampons erlauben würde!" Suzanne zischte es leise zu ihm.
"Wieso?" Alexej sah verwirrt zu ihr , hob dann aber wissend seine Augenbrauen , nachdem Suzanne in eindringlich angesehen hatte.
"Ok, verstehe..."
Er biss von einem Schokoladenriegel ab , nahm einen anderen aus der Packung und lief zu Alice ins Wohnzimmer.Schweigend lies er den Schokoladenriegel in ihren Schoß fallen und legte sich dann auf eines der Sofas. Suzanne lächelte leicht und brachte die Tüte in das kleine Badezimmer von Alice.
Als sie wieder herunter kam , aßen Alexej und Alice schweigend den Schokoriegel und sahen zum Fernseher. Suzanne nahm sich eine Kuscheldecke und legte sich zu Alexej.
"Machen wir heute noch was?"
Alexej schüttelte leicht seinen Kopf und küsste sanft auf ihren Hals.
"Wir haben eben beschloßen einen Filmmarathon zu machen...was gucken wir?"
Alexej streckte seinen Kopf und sah zu Alice. Alice zeigte mit ihrer Fußspitze zum Fernseher und kuschelte sich ebenfalls in eine Decke ein.
"Harry Potter..."
"Harry Potter." Alexej sah auf Suzanne herunter und grinste.
Suzanne schmunzelte und kuschelte sich in seinen Griff.
"Ihr entschuldigt mich wenn ich dabei einschlafe?"
"Banause..." Er schmunzelte und küsste sanft auf ihren Hals.
"Schht!" Alice zischte leise und versank mehr im Sessel. Suzanne sah zu Alexej und grinste ihn an. Alexej verdrehte lächelnd seine Augen und flüsterte an ihren Lippen.
"Frauen..."


"Und wenn irgendwas ist , kannst du ruhig klopfen , auch wenn es mitten in der Nacht ist!"
Suzanne brachte Alice zu Bett und deckte sie zu. Alice regte sich leicht und seufzte.
"Hab ich Thanksgiving kaputt gemacht?"
"Nein! Wieso denn?" Suzanne setzte sich zu ihr und strich sanft über ihre Wange.
Alice zuckte leicht mit ihren Schultern und ihre Wangen färbten sich rot.
Suzanne lächelte.
"Du wirst jetzt eine Lady! Strahlend schön und intelligent! Mit einem großen Herz und klugen Augen! Du machst nichts kaputt! Und wenn Du mal launisch oder wütend auf jede Kleinigkeit bist , kannst Du nichts dafür! Dann ist das halt für ein paar Tage so."
"Ist das bei Dir jetzt auch so?"
"Das ich meine Periode jetzt habe?"
Alice nickte leicht.
"Nein. Die setzt aus wenn man ein Baby erwartet."
"Ist dein Baby krank Suzanne?"
Suzanne schwieg einen Moment und nickte dann ganz leicht.
"Mommy und Daddy haben mit mir darübr gesprochen! Sie meinten das ich dich nicht aufregen darf, weil dein Baby krank ist." Alice Blick wurde traurig und ihre Mundwinkel begannen zu zittern.
"Stirbt das jetzt wegen mir?"
"Oh nein! Nein!" Suzanne sah erschrocken zu ihr und schüttelte ihren Kopf.
"Nein!" Suzanne atmete tief durch und lächelte Alice so gut es ging an.
"Charlotte wird nicht sterben! Du wirst noch in den Genuß kommen und Babysitten!Du als große Schwester bist bestens dafür geeignet!" Suzanne lächelte und strich durch ihre Haare.
Alice lächelte leicht und kuschelte sich in ihre Decke.
"Willst Du morgen ausschlafen?"Suzanne stand auf und zog leise die Tür auf.
Alice nickte.
"Dann komm einfach runter wenn du wach bist...ich hab Alexej überredet das wir morgen in den Zoo fahren. Ok?"
Alice nickte und grinste sie an.
"Opa kommt sicher nur mit , weil es dort super Eiscreme gibt."
"Genau das meinte er auch!" Suzanne lachte leise , warf ihr einen Luftkuss zu und lies Alice dann schlafen.

Ihr nächster Weg führte sie dann zu Alexej ,der tief und fest auf dem Sofa schlief.
Sie setzte sich zu ihm und strich sanft druch seine Haare.
"Aufwachen Süßer.."
Alexej regte sich leicht und sah sie mit einem geöffneten Auge an.
Er lächelte und zog sie in seine Arme.
"Hab ich geschlafen?"
"Seit dem zweiten Teil..."
"Wieviel habt ihr geschafft?"
"Drei...Alice schläft jetzt und wir sollten das auch tun."
Alexej setzte sich mit ihr auf und küsste sanft auf ihre Wange.
"Danke das du so für Alice da bist...ich wäre vollkommen überfordert gewesen!"
"Du übernimmst dafür Charlotte eines Tages..."
"Matthew tut mir jetzt schon leid...irgendwann hat er mal drei Frauen im Haus die theoretisch zum gleichen Zeitpunkt ihre Periode haben könnten...dreimal Medusa im Haus." Alexej grinste vor sich hin und bekam von Suzanne einen leichten Schlag gegen seinen Bauch.
"Das wars mir wert..." Er grinste an ihren Lippen und begann sie zärtlich zu küssen.
"Schön das Du wenigstens nicht erwachsen wirst.." Suzanne verdrehte lächelnd ihre Augen und zog ihn mit ins Schlafzimmer..


33

"Wie konnte Ich nur vergessen DICH aus zu schalten?!" Roth drückte müde auf ihrem Wecker herum und lies sich wieder in ihre Kissen sinken.
Sie hasste es an freien Tagen vergessen zu haben ihren Wecker aus zu stellen.
Nachdem sie sich im Bett hin und her gerollt und keinen Schlaf gefunden hatte , verlagerte sie ihren Schlafplatz auf ihr Sofa. Mit einer großen Tasse heißer Schokolade und ein paar der ersten Weihnachtsplätzchen sah sie sich eine Dokumentation über alte Schlößer und Burgen in Schottland an. Kurz darauf , mit gefüllten , warmen Bauch war sie auch schon wieder eingeschlafen.

Verschlafen , mit zerzausten Haaren und in ihrem dicken Pyjama hatte Roth Olivia geöffnet und sah sie müde an.
"Was willst Du hier?" Schlaftrunken wankte sie in ihre Küche und lies sich müde auf ihren Küchenstuhl sinken.
"Wir wollten heute zum Rugby!" Olivia zog sich ihren roten Ohrenschützer und ihre ebenso roten Handschuhe aus. Roth verdrehte leicht ihre Augen und rieb sich über ihre Schläfen.
"Ich?Zum Rugby? Bei dem Wetter?Freiwillig?"
"Wir wollten beim Verkauf der Fish and Chips helfen!"
"War das heute?" Roth sah müde zu Olivia herauf und seufzte leise.
"JA! Aber wir haben noch ein paar Stunden! Du hattest mich eigentlich zum Frühstück eingeladen!" Olivia grinste und lehnte sich auf Roth´s Küchenblock.
Roth stöhnte auf und begann leise zu lachen.
"Ich hab verschlafen...Jetzt weiß ich auch wieso ich den Wecker gestellt hatte!"
"Geh Dich anziehen!Ich mach so lang Frühstück!" Olivia schüttelte lächelnd ihren Kopf und zog eine Tüte voll mit Bagel und Scones aus ihrem Rucksack.
Roth ging zu ihr und umarmte sie.
"Dabei wollte ich dich heute mal verwöhnen!"
"Ja ja...naja Erholung ist es ja...diesmal kein Frühstück für mindestens zwansig Leute...diesmal nur für zwei.." Olivia sah mit hochgezogener Augenbraue zu ihr und begann zu schmunzeln.
Roth drückte ihr ein schnelles Küsschen auf die Wange und verschwand im Badezimmer.

"Ich höre nie wieder auf Dich!" Steif gefroren und totmüde stand Roth mit Olivia neben dem Rugbyfeld und verkaufte an die Zuschauer und die restlichen Dorfbewohner , die nicht selber spielten , Fish and Chips und heiße Getränke.
Olivia war bestens gelaunt und lies sich von der jammernden Roth nicht anstecken.
In der Halbzeit bekam der Capitain der heimischen Mannschaft einen dicken Kuss und eine Portion Fish and Chips gratis. Roth konnte sich nur zu gut denken WO sich der Capitain aufwärmen würde. Sie sah schmunzelnd zu Olivia und füllte dabei heißen Tee in einen Plastebecher.
"Sieht gut aus..." Sie nippte vom Tee und sties Olivia sanft mit ihrer Schulter an.
"Harvey?"
"Ja der Schrank da..." Roth grinste und vergrub ihre knallrote Nasenspitze in ihrem Schal.
Olivia biss sich grinsend auf ihre Unterlippe und nahm die Bestellung von zwei kleinen Mädchen endgegen die sich eine Tüte Chips mit viel Ketchup teilen wollten.
Als das Spiel weiter ging und es am Stand ruhiger wurde , gönnte sich Roth ebenfalls eine Portion Chips mit viel Ketchup.
Gerade als sie ihren Mund voll hatte und sie keine Chance zum Antworten hatte , kam Chris zu ihr.
"Hast Du heute Abend was vor?"
Roth riss ihre Augen auf , wollte antworten , hätte es aber ohne peinliche Vorfälle nicht geschafft. Sie versuchte zu schlucken und nickte dabei leicht.
"Gut...ich bin so gegen 8 bei Dir?" Chris grinste , nahm sich etwas von ihren Chips und verschwand wieder.
Roth sah ihm perplex nach und ihr Blick schweifte wieder zu Olivia , die neben Rose an einem Stand für Schmalzgebäck stand ,und Roth mit Rose breit angrinste.
Roth zog ihre Nase kraus und zog zu beiden eine Grimasse.
Olivia und die gemeinsame Freundin begannen zu lachen und warfen Roth Luftküsse zu.
Roth begann nun ebenfalls zu lachen.
Sie drehte sich von beiden weg und begann erneut ihre Chips zu essen.
Als sie ihren Blick zum Spielfeld schweifen lies und Chris dabei entdeckte wie er als Ordner noch einer kleinen Gruppe quasselnder Mädchen half wieder sicher zu ihren Plätzen zu kommen , fand sie es gar nicht so schlecht am Abend Besuch von ihm zu bekommen.
Sie gesellte sich zu Olivia und Rose.
"Ich werde heute eher verschwinden..." Sie nahm sich ein Stückchen heißes Schmalzgebäck und lächelte zu Olivia und Rose.
"Ach...hast du was vor Liebes?" Olivia grinste.
Roth sah lächelnd zu ihr herüber und zog ihre Augenbraue nach oben.
"Ich werde genießen.."
"Aber auf keinen Fall schweigen!" Olivia und Rose fiehlen ihr ins Wort und begannen lachen. Roth verdrehte lächelnd ihre Augen und schüttelte lächelnd ihren Kopf.
"Das könnte ich bei Euch auch gar nicht..."



34


Roth sah auf ein gerahmtes Foto , welches Chris ihr als Weihnachtsgeschenk überreicht hatte , es zeigte Roth beim vergangenen Halloweenfest wie sie gerade in ihren kandierten Apfel biss und dabei über die Festwiese sah.
Roth begann zu grinsen und ihre Wangen färbten sich leicht.
"Danke! Aber ich habe leider nichts für Dich..."
"Ich fand das Foto einfach nur schön..." Chris ging zu ihr und legte sanft seine Hände auf ihre Hüfte.
"Du siehst toll auf dem Foto aus...ein Zufallsschnapschuss...eigentlich mache ich nur ein paar Fotos für den Kingsussi-Kurier.."
"Das Blättchen was Mittwochs und Samstags herauskommt?" Roth schmunzelte und sah wieder auf das Foto. Chris nickte und nahm ihr das Foto weg.
Er legte es auf ihren Küchentisch und wandte dann wieder seinen Blick zu ihr.
Schweigend legte Roth ihre Arme um seinen Nacken , sah zu ihm herauf und begann zu lächeln.
"Eigentlich wäre die Pasta jetzt fertig..."
"Kann man die aufwärmen?" Chris hob lächelnd seine Augenbrauen und begann sie zu küssen. Roth nickte langsam und erwiderte seine Küsse zaghaft.
Seine starken Hände fuhren sanft über ihren Rücken und verteilten sich dann auf ihren Bauch und auf ihren Hinterkopf.
Er fuhr langsam mit seinen Fingern unter ihren Pullover und legte seine kalte Hand auf ihrer warmen Haut ab. Roth schnaupte leicht in die Küsse hinein und grinste an seinen Lippen.
"Wir sollten uns einen wärmeren Ort suchen.."
Sie strich sanft über seine unrasierte Wange und zog ihn mit ins Schlafzimmer.
Chris zog sie erneut zu sich heran ,lies seine Hände über ihren Po gleiten und fing sanft ihre hungrigen Lippen auf.
Nervös fuhren ihre Hände unter seinen Pullover und suchten nach seiner Gürtelschnalle.
Langsam löste sie die Knöpfe seiner Jeans und Chris spürte wie unruhig sie war.
Er küsste sanft auf ihre Wange und legte sie in ihre Kissen hinein.
"Wir haben Zeit Süße..."


Roth lies seine kurzen Haare durch ihre Finger gleiten und stöhnte leise auf , während er liebevoll an ihrer prallen Perle saugte.
Chris küsste sanft über ihre feuchten Schenkel , sah dabei zu ihr hoch und fand ihr Stöhnen und ihren Anblick betörend und anziehend. Er küsste sich zärtlich zu ihrem Gesicht hinauf und empfing sehnsüchtig ihre warmen Lippen.
Während er in sie eindrang schloß Roth entspannd ihre Augen , schmiegte ihre Arme um seinen Nacken und lies ihre Finger über seinen nackten Rücken laufen.
Chris genoß ihre Berührungen und lehnte seinen Kopf in das kleine Dreieck zwischen ihrem Kopf und ihrer Schulter. Seine Lippen tupften sanft auf ihre nackte Haut.
Roth legte ihre Schenkel um seine Hüfte , Chris löste sich leicht von ihr , küsste sanft auf ihre Lippen und begann dann in sie zu stoßen.
"Wie lang bleibst Du?" Roth saß in ihren Bademantel gehüllt in ihrem Bett und strich sanft durch seine Haare. Chris lag mit seinem Kopf auf ihrem Schoß und hatte die Augen geschloßen. Er öffnete eines und grinste sie frech an.
"Ich hatte noch auf Frühstück gehofft."
Roth nickte und grinste ihn an.
"Von mir aus auch Lunch und Dinner..."
"Höchstens Lunch...ich fahre Morgen nach Dover...bzw mache mich auf den Weg nach Dover , ganz bis dahin werde ich es nicht schaffen..."
"Wieso fliegst Du nicht?"
"Flugangst."
"So ein starker Kerl wie Du?" Roth schmunzelte und lies ihren Zeigefinger über seine Lippen laufen. Chris biss sanft in ihre Fingerkuppe und sah funkelnt zu ihr herauf.
Roth grinste ihn an und lies sich zu ihm in die Kissen sinken.
Chris drehte sich auf seinen Bauch und begann sie erneut zu küssen.
Roth , die Chris immer wieder bei jeder passender Gelegenheit mit Alexej verglich , kniff ihre Augen zu und realisierte das sie Alexej nicht mehr brauchte um sich fallen zu lassen zu können. Langsam lies sie ihre Augen wieder aufgleiten und sah in das warme Lächeln von Chris. Er rückte etwas zu ihr herauf und fuhr mit seiner Nasenspitze über ihren Hals hinauf in ihre Haare. Er prustete leise auf und setzte einen langen Kuss in ihre Haare.
"Der verführerische Geruch von Fish and Chips.."

"Was machst Du an Weihnachten?" Roth hielt ihm auf einer Gabel aufgerollten Spaghetti endgegen und sah neugierig zu ihm.
"Ich mach Urlaub in Dover...bei meinem Bruder. Deswegen fahr ich morgen los.Sind ja nur noch ein paar Tage." Chris zwinkerte ihr zu.
"Stimmt...wie lange bleibst Du?"
"Bis nach Neujahr...meine Schwägerin setzt es sich jedes Jahr in den Kopf mich auf ihrer Weihnachtsfeier und auf ihrer Sylvesterfeier verkuppeln zu wollen.."
"Und Du machst den Spaß mit und verführst deine Flirts?"Roth lächelte ihm zu und stellte die Schüßel beiseite. Chris nickte und lies sie wieder auf seinem Schoß platz nehmen.
"Deswegen wollte ich heute unbedingt zu Dir , damit ich dich nochmal sehe..."
"Sehen..." Roth hob lächelnd ihre rechte Augenbraue und begann ihn zu küssen.
Sie kraulte sanft durch seine Haare und legte nachdenklich ihren Kopf schief.
"Wieso ist ein Kerl wie Du , in einem Ort wie HIER?"
"Wie fast alle bin ich ein Aussteiger..." Chris streckte sich zu seinen Zigaretten.
"Bin Anfang der 80er hier her gekommen...war mitte 20..."
"Wie alt bist Du?" Roth grinste und fuhr über seine nackten Schultern.
"55...Ich steh drauf wenn Frauen etwas älter sind." Chris schmunzelte und zündete sich seine Zigarette an. Roth lachte leise auf und lies sich wieder neben ihm sinken.
Chris legte einen Arm um sie und Roth kuschelte sich an ihn heran.
"Und wieso bist Du hier her gekommen?"
"Kingsussie war der erste ruhige Ort , den ich nach den Falklandkriegen gesehen habe..."
"Du warst dort?"
Chris nickte und sah zu ihr herunter.
"Ging zwar nicht lang , aber hat gereicht das ich auf ein bürgerliches Leben mit Frau und Kindern verzichtet habe...Hab mir von meiner Abfindung mein Häuschen hier gekauft...die Frau von meinem älteren Bruder , der es geschafft hatte unter die Opfer zu kommen , bekam eine höhere Abfindung...sie lebt noch in Dover ,mein kleiner Bruder und seine Frau haben sich bestens um sie gekümmert und ich konnte hier so leben wie ich wollte..."
"Du genießt also dein Leben so gut es geht.." Roth küsste sanft auf seine Schulter und sah zu ihm herauf. Chris nickte und lächelte sie an.
"Am liebsten mit kleinen , süßen Amerikanerinnen.."
"Dann vergiss das nicht wenn Du in Dover bist.." Roth grinste und fuhr mit ihrer Hand über seinen Bauch...

[Bild: wintertalejoeqap3kuv.png]
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29.12.2017, 17:24
Beitrag #1094
RE: Wintertale
35

"Frohe Weihnachten Mum!" Matthew küsste Roth sanft auf ihre Wange und hiefte die schweren Reisetaschen in ihr Cottage hinein. Clara kam mit Maggie auf dem Arm und George an der anderen Hand über den verschneiten Weg gelaufen und grinste sie schon vom Weiten an. Alice kam hinter Clara her geschlurft und sah weniger begeistert aus.
Sie hatte ihr Gesicht in ihrem viel zu großen Schal vergraben und ihre Augen waren zu kleinen Schlitzen geschloßen.
Roth machte ihnen , so gut es im engen Flur ging , Platz und lies sie hinein.
Clara platzierte die jüngsten Kinder auf der Treppe und zog ihnen Schuhe und Schneeanzüge aus. Alice lehnte sich an die geschloßene Haustür und sah sich schweigend um. Roth ging zu ihr und zog sie sanft in ihre Arme.
"Na meine Große...du bist ziemlich groß geworden!" Sie küsste sanft auf ihre Wange und spürte das Alice keine Lust auf irgendwelche Sentimentalitäten hatte. Alice nickte leicht , küsste Roth kurz auf ihre Wange und begann sich dann ebenfalls auszuziehen.
Als sie ihre dunkelgrüne Strickmütze vom Kopf zog fiehl es Roth auf das ihre sonst so langen Haare jetzt nur noch bis zum Kinn reichten und dadurch noch lockiger wirkten.
Roth lächelte und nahm ihr den Mantel ab.
"Deine neue Frisur sieht super aus."
"Mum musste mir die Haare abschneiden , weil George mir Kaugummi in die Haare geschmiert hatte!Opa hat sich deswegen kaputtgelacht!" Alice schnappte sich ihren Rucksack und sah müde zu Roth.
"Oben gleich das erste Zimmer ,du schläfst bei mir."
"Ok." Alice zuckte mit ihren Schultern und lief die Treppe hinauf.
"PMS...." Matthew lief an Roth vorbei und murmelte es beim Vorbeilaufen.
"Jetzt schon?" Roth sah überrascht zu ihm und keuchte leise auf.
Matthew nickte und gabelte George auf seine Arme.
"Mir bleibt halt nichts erspart...Maggie bekommt zur Zeit Backenzähne, das wird ein richtig tolles Fest!" Er grinste und zog Roth in eine Umarmung.
"Trotzdem schön , bei Dir zu sein!"

"Alice ist müde und kommt heute nicht mehr runter." Clara rollte sich ihrer Pulloverärmel herunter und setzte sich zu Roth und Matthew an den Küchentisch.
"War auch ein ziemlich langer Tag für Sie." Roth lächelte leicht und schob Clara eine Tasse Tee hin.
"Sie zickt zur Zeit ziemlich rum!" Matthew nippte an seinem Tee und griff nach einem Weihnachtsplätzchen. Clara seufzte müde und sah zu ihm.
"Für Sie fängt so langsam ein anderes Leben an!Sie muss damit klar kommen...ausserdem kommt sie in die Pupertät! In ein paar Jahren kommt das gleich doppelt auf uns zu!"
Sie zog eine Grimasse und zog ihm die Keksdose weg.
"Du hast es schön hier!" Clara legte ihren Kopf schief und lächelte Roth zufrieden an.
Roth lächelte leicht und sah aus dem Fenster.
"Es ist wirklich ein toller Ort!Hab mich hier schnell einleben können..."
"Hast du bereits Freunde hier?" Matthew küsste sanft auf ihre Haare und lief dann zum Küchenfenster um eine zu Rauchen.
"Eine Hand voll...und trotzdem wird es hier nicht langweilig."Roth sah ihm lächelnd nach.
Clara griff nach Roth´s Hand.
"Morgen geht Matthew mit den Kindern irgendwo hin und wir machen es uns hier gemütlich und quatschen mal wieder so richtig!" Sie grinste sie an und drückte sanft ihre Hand.
"Wenn Alice mitkommen möchte.." Matthew verdrehte seine Augen.
"...Zur Zeit vergräbt sie sich in ihrem Zimmer , liest oder guckt Filme."
"Gibt schlimmeres was ein Mädchen machen kann!" Roth lächelte.
"Ja trotzdem! Sie kann auch was mit ihrer Familie machen!"
"Sie ist halt ein Mädchen...Sie braucht ihre kleinen Geheimnisse."
"Du wirst schon sehen wie Zickig Madame zur Zeit werden kann!" Matthew hob seine rechte Augenbraue und presste seine Lippen zusammen.

Roth klopfte sanft an ihrem Schlafzimmer und öffnete kurz darauf leise die Tür.
Alice lag zusammen gerollt unter ihrer Decke , las noch in einem Buch und hatte Roth nicht mitbekommen.
"Was liest Du da?" Roth nahm sich einen frischen Pyjama aus ihrem Schrank und sah neugierig zu Alice.
"Tintenherz..." Alice murmelte leise und klappte das Buch zu. Sie legte es vorsichtig auf das Nachtschränckchen und knipste das Licht aus.
"Willst du noch Fernsehen?"
Alice seufzte leise und zuckte mit ihren Schultern.
"Weiß nicht."
"Nerv Ich Dich?"
"Nein."
"Gut. Dann antworte bitte , so wie man dir auch antworten sollte."
Alice seufzte erneut und setzte sich auf.
"Ich weiß es nicht!" Sie sah mürrisch zu Roth , sah dann aber gleich wieder weg.
"Deine Eltern schlafen bereits und würden es nicht mitbekommen wenn Du und Ich noch heiße Schokolade und ein paar Weihnachtsplätzchen hier im Bett essen..."
Roth schaltete den Fernseher an und warf leicht die Fernbedienung zu Alice.
Alice die großen Hunger hatte lächelte zufrieden und nickte ihr leicht zu.
"Gut! Ich geh mich umziehen und besorge dann unten alles.."
Roth zwinkerte und verschwand im Badezimmer.
Sie aßen die Kekse und sahen schweigend einem Film im Fernsehen zu.
Alice warf immer wieder verstohlene Blicke zu Roth , traute sich aber irgendwie kein Gespräch an zu fangen. Nach einer Weile sprang sie auf und Roth bemerkte das ihre Beine und Arme viel zu lang für den Rest des Körpers geworden waren und grinste in sich hinein.
Alice kramte in ihrer Reisetasche herum und legte sich dann mit einem Bilderrahmen zu Roth.Sie zeigte Roth den Bilderrahmen und sah sie unsicher an.
Der pinke Rahmen enthielt die Foto´s von Alexej und Alice , die sie Monate zuvor hatten machen lassen. Roth begann leicht zu lächeln und nahm den Rahmen in ihre Hände.
Alice sah mit ihren großen , grünen Augen zu ihr.
"Darf ich den Rahmen hier aufstellen?Solange wir da sind?"
Roth nickte und gab ihr den Rahmen wieder.
"Natürlich! Du sollst Dich hier wohlfühlen!"
Alice stellte den Rahmen auf das Nachtschränckchen und drehte sich dann wieder zu Roth um.
"Muss ich morgen mit Daddy , George und Maggie was machen?"
"Willst Du denn nicht?"
Alice schüttelte ihren Kopf und versank in ihrer Decke.
"Daddy versucht immer mich aufzumuntern und macht so doofe Witze!Maggie und George nerven auch. Kann ich bei Dir und Mum bleiben?"
"Wir sagen einfach du bist noch viel zu müde und hast Jetlag...ok?" Roth zwinkerte ihr zu und deckte sie richtig zu. Sie küsste Alice sanft auf ihre Haare.
"Und jetzt sollten wir wirklich etwas schlafen..."
"Gute Nacht Oma..." Alice lächelte sie müde an und drehte sich zum Bild um.
"...und gute Nacht Opa..." Sie tippte leicht auf den Rahmen und vergrub ihre Hand dann wieder unter ihrer Decke. Roth verdrehte leicht ihre Augen und musste dann doch über Alice schmunzeln.
"Dramaqueen..." Sie sagte es stumm zu sich und rollte sich dann ebenfalls zum Schlafen ein.



36


"DU KOMMST MIT!" Matthew sah zornig zu Alice und sein Gesicht begann sich zu färben.
Alice schüttelte leicht ihren Kopf und schlug ihr Buch auf.
"Nein..." Ihre Stimme klang ruhig und bestimmend.
Matthew schnappte nach Luft und sah zu Roth und Clara , die schweigend am Küchentisch saßen und Beiden nicht in die Quere kommen wollten.
Roth zuckte leicht mit ihren Schultern und nippte an ihrem Tee.
"Deine Tochter..."
Clara klimperte mit ihren reebraunen Augen und lächelte leicht.
"Ich habs Dir gestern schon gesagt das sie nicht mit kommt."
Matthew schnaupte auf und lief wieder ins Wohnzimmer zurück zu Alice.
"Zieh Dich an!"
"Nein..." Alice blieb ruhig und blätterte eine Seite in ihrem Buch um , ohne weiter auf Matthew zu achten.
"Du nimmst Dir jetzt deine Schuhe und ziehst Dich an!" Matthew nahm ihr das Buch weg und legte es auf den Tisch.Über die Tatsache das er kein Lesezeichen in ihr aufgeschlagenes Buch , welches nun zugeschlagen auf dem Tisch lag , gesteckt hatte , brachte Alice nun doch aus der Fassung. Sie atmete tief durch und ihr gesicht färbte sich leicht rosa.
"Was soll Ich denn da?!" Sie klang immer noch ruhig , doch wurde ihre Stimme kräftiger.
"Wir gucken uns den Ort an! Also los!"
"Wer WIR?" Alice fixierte ihn und presste ihre Lippen zu schmalen Strichen.
"DU , George , Maggie und Ich."
"Nein."
"Du ziehst Dich an oder du kannst deine Geschenke vergessen!"
"Erpresser!" Alice blieb ruhig sitzen und legte ihre Hände auf ihre dünnen Beine.
"ZIEH DICH AN!"
"Ruhe..." Roth kam mit Clara ins Wohnzimmer gelaufen und stellte sich zwischen die Beiden.
"Matthew hör auf dich lächerlich zu machen!" Sie sah zu ihm und schüttelte kaum merklich ihren Kopf.
"Was bringt es Alice dazu zu zwingen?"
"Frische Luft wird ihr gut tun! Immer zu ist sie am Lesen und macht nichts mehr mit uns.."
Alice glitt vom Sofa und nahm sich ihr Buch.
"Ich hab Euch gleich gesagt das ich bei Opa und Suzanne mehr Spaß gehabt hätte!"
"Fang jetzt nicht wieder mit dem Thema an!" Matthew wirbelte zu ihr herum und funkelte sie wütend an. Alice verdrehte leicht ihre Augen.
"Ich geh nach oben! Auch da hab ich mehr Spaß als hier unten bei Euch!"
Roth hielt Matthew sanft an seiner Hand zurück.
"Lass Sie. Sie muss ja auch alles irgendwie verarbeiten. Provokation ist ihr Mittel , so wie es damals auch immer deines war.."


Roth sah Matthew und seinen jüngsten Kindern nach und kuschelte sich in ihren Pullover.
Clara kam von Alice herunter und stellte sich neben Roth ans Küchenfenster.
"Sie mag Suzanne sehr..." Clara zog leicht ihre Nase kraus und sah zu Roth herüber.
Roth sah zu ihr herüber und legte ihren Kopf schief.
"Wieso auch nicht?"
"Naja..Ich weiß nicht..."
"Siehst Du. Wieso sollte Alice sie nicht mögen?Sie hatte keinen Grund dafür. Sie wird das alles nicht verstehen und wenn sie mal alt genug ist , wird sie es nicht mehr interesieren."
"Wieso bist Du so ruhig? Du wirkst so gelassen..."
"Ich bin jetzt gelassen!" Roth lachte auf und hakte sich bei Clara unter , um mit ihr ins Wohnzimmer zu gehen.
"Als alles unter mir zusammen gebrochen ist war ich alles andere als gelassen...aber das ist Gott sei Dank vorbei."
Clara spielte mit ihrer Halskette , lies sie nervös durch ihre Finger laufen und sah Roth unsicher an.
"Er verkauft das Haus."
"Was soll er noch damit?Allein würde er es nie sauberhalten können.Er wird sicher bei Suzanne wohnen."
"Mum...raste doch mal aus!Schrei rum! Mecker und läster über die Beiden!"
Clara sah mürrisch zu Roth.
"Das habe ich alles schon.Mir bringt es nicht , also lasse ich es!" Roth grinste und zog sie in ihre Arme.
"Ich genieße viel lieber die Zeit mit Euch."
Clara seufzte leise und kuschelte sich in Roth´s Griff.
"Ich vermisse Dich so sehr..."
"Glaub mir , ich euch auch! Sehr sogar...und es tut weh zu sehen wie groß die Kinder sind...das Alice eine kleine Lady wird..."
"Dann komm zurück."
"Nein!"
"Wieso denn nicht?Sprich dich mit Dad aus..."
"Da gibt es nichts zu besprechen!Glaub mir! "
Clara seufzte und schloß ihre Augen.
"Ihr kommt doch Ostern wieder hier her?"
Roth begann über ihre Haare zu streichen. Clara nickte stumm und genoß die vertraute Zweisamkeit.
"Hattest Du hier schon einen Mann?"
"Ja." Roth schmunzelte und lies Claras Haare durch ihre Finger laufen.Clara lachte leise auf und sah zu Roth.
"Erzähl..."
"Da gibt es nichts zu erzählen! Er war ein Flirt und es war gut...Punkt."
Clara seufzte und legte ihren Kopf wieder auf Roths Schoß.
"Dachte schon es wäre eine kitschige Story mit dem Postboten.."


Als Suzanne die Tür zu dem Haus in Long Island öffnete , lächelte sie eine junge , aktraktive Frau mit rot-blonden Haaren , die zu einem strengen Knoten am Hinterkopf festgesteckt waren , an und reichte ihr die Hand.
"Ist mein Onkel da?"
"Ruby?" Suzanne kniff leicht ihre Augen zusammen , lächlelte und drückte sanft ihre Hand.
Ruby nickte und schulterte ihre Reisetasche.
"Alexej hat mich eingeladen..."
"Ja , klar! Kommen Sie rein!" Suzanne wich zur Seite weg und lies Ruby hinein.
Ruby stellte die Reisetasche ab , legte ihre Berkinbag, die sie von Roth bekommen hatte , herauf und knöpfte ihren Mantel auf.
"Können wir das "SIE" lassen?" Ruby lächelte und hänkte ihren Mantel zu dem von Alexej.
Suzanne nickte unsicher und begann zu lächeln.
"Okay..."
"Und wo ist jetzt mein fauler Onkel?" Ruby grinste und sah die Treppen hinauf.
"Einkaufen..er meinte er bräuchte noch unbedingt Schokoladenriegel und noch mehr Keksteig...ausserdem wollte er für den Weihnachtstag das Fast Food bestellen..."
"Hoffentlich bei Joey´s Burger...der macht die Besten!"Ruby lächelte und strich über ihren Bauch.
"Fällt es auf wenn ich Alexej ein paar Kekse wegesse?"
Suzanne schüttelte lächelnd ihren Kopf und brachte Ruby in die Küche.
Kurz darauf nippte Ruby an einer heißen Schokolade und schloß zufrieden ihre Augen.
"Super!"
"Harten Tag gehabt?" Suzanne nippte ebenfalls an ihrer Schokolade.
"Hartes Jahr!" Ruby grinste und suchte sich Weihnachtskekse aus der Dose heraus.
"Bin im letzten Studienjahr und habe neben bei bereits einen Job bei einem Radiosender..."
"Klingt super! Ich drück Dir die Daumen!"
Alexej kam grummelnd in die Küche und hiefte schwere Tüten auf den Küchenthresen.
"Ich bin über eine riesige Tasche gefallen!" Er funkelte zu Ruby herüber.
Ruby grinste ihn verlegen an und lief zu ihm.
"Sorry!" Sie küsste ihm sanft auf die Wange und begann ihn zu drücken.
"Hab Dich auch vermisst..."
Alexej verdrehte leicht seine Augen und begann sie dann auch zu drücken.
"Ich Dich auch...wie läuft es?"
"Super! Brauch nur noch 13 freie Monate für meine Arbeit aber das ist echt okay."
Ruby lehnte sich lässig gegen den Küchenthresen und grinste ihn an.
Kurz darauf verzog sie leicht ihr Gesicht und begann mit ihren Fingern zu spielen.
"Hab vor ein paar Tagen mit Roth telefoniert.."
Suzanne wollte bei diesem Thema nicht stören und verschwand schweigend aus der Küche.
Alexej begann die Tüten auszupacken.
"Sie hat mir angeboten bei der Arbeit zu helfen...ich müsste dazu nur nach Schottland."
"Brauchst du Geld für ein Ticket?"
"Das schenkt mir Mum..ich will nur wissen ob es okay ist.."
"Klar." Alexej zuckte leicht mit seinen Schultern.
"Es wäre im April...da kann ich mir 4 Wochen frei nehmen."
"Ist okay.." Alexej drehte sich zu ihr um und grinste.
Ruby lächelte und lief zu ihm um ihn nochmal zu umarmen.
"Aber Du musst mir dann ein Foto vom Baby schicken..."
"Versprochen!" Alexej grinste.
"Und du nennst es Ruby..." Ruby sah zu ihm herauf und grinste.
"Nein...und auch nicht Charlotte-Ruby...oder Ruby-Charlotte.."
"Naja gut, ein paar Abstriche muss ich wohl machen..."
"Bist Du mir nicht böse?Wegen dem Ganzen?"
"Nein...Du hast mal zu mir gesagt das Liebe passiert...man kann dagegen einfach nichts machen..."



37

Suzanne legte sich vorsichtig wieder zu Alexej und schlüpfte mit unter seine Decke.
Sie strich sanft über seine Wange und begann zu lächeln als er maulig sein Gesicht verzog.
Sie küsste sanft auf seine Nasenspitze und schmiegte sich an seine nackte Brust.
"Du musst anfangen Pyjamas zu tragen...ist viel kuschliger..."
"Reicht Dir meine warme Haut nicht?" Alexej knurrte müde und strich liebevoll durch ihre Haare.Suzanne grinste und fuhr zärtlich mit ihren Fingern über seinen nackten Bauch.
"Ich kann ja schon froh sein das du Shorts trägst."
"Eben..." Alexej schloß wieder seine Augen und grinste vor sich hin.
"Wann bist Du eigentlich ins Bett gekommen?"
"Gegen 2...Ruby hatte nen verdammt guten Rotwein mit..." Alexej stand schlaftrunken auf und torkelte wackelig zum Badezimmer.
Kurz darauf legte er sich wieder zu Suzanne , krabbelte zu ihr unter die Decke und sah nur mit der Nasenspitze unter der Decke hervor.
"Ist ja verdammt viel Winter draußen!"
"30 cm Neuschnee..." Suzanne grinste und versuchte ihm die abstehenden Haare glatt zu streichen. Alexej knurrte leise auf und kuschelte sich an sie heran.
"Und was steht da eigentlich?" Er hob seine Hand und zeigte in Richtung der Zimmertür.
Suzanne grinste und sah zu einem Servierwagen.
"Frühstück , von Ruby! In der Thermoskanne ist heißer Kakao und in der Schachtel sind Cookies..."
"Wo ist Ruby eigentlich?" Alexej schob seinen Kopf wieder aus der Decke und sah neugierig zu Suzanne.
"Shoppen...Sie meinte du wüsstest das sie deine Karte hat?"
"Naja...JETZT schon!" Alexej lachte auf, sprang aus dem Bett und schenkte zwei Tassen Kakao ein.
Suzanne grinste und nahm ihm eine Tasse ab.
"Danach wollte sie Kate und Patty vom Flughafen abholen..und sie besteht darauf das du noch einen Weihnachtsbaum besorgst!"
Alexej zog leicht eine Augenbraue nach oben und atmete tief aus.
"Ich hab doch Tannen hier auf dem Grundstück. Reicht doch..."
Suzanne schmunzelte und strich liebevoll durch seine Haare.
"Ich fände einen Baum aber auch schön....und an die Luft könnten wir ruhig auch.."
"Die Luft ist verdammt kalt draußen.." Alexej verzog sein Gesicht und sah sie maulig an.
"Und wenn ich Dich danach wieder aufwärme?" Suzanne schmiegte sich im Sitzen an ihn heran und fuhr mit einer Hand in seine Shorts.Alexej hob lächelnd seine Augenbraue und stellte seine Tasse ab.
"Könnte vorher schon etwas Wärme vertragen.." Er fuhr sacht mit seiner Hand in ihre Haare und begann sie zärtlich zu küssen...


"Nein Alex..." Suzanne hatte sich in ihren Mantel gekuschelt und begann zu lachen als Alexej ihr einen weniger schönen Weihnachtsbaum präsentierte.
"Einen anderen hat Der nicht mehr.." Alexej nickte nach hinten und deutete damit auf den Baumverkäufer.
"Stell den weg!" Suzanne lachte und strich sanft über ihren Bauch.
Alexej murrte leise und stellte den Baum beiseite. Er lief wieder zu Suzanne und hakte sich bei ihr ein.Suzanne reichte ihm ihr Smartphone.
"Hier...in Bushwick gibt es noch Bäume. Also los!" Sie küsste sanft auf seine Wange und begann langsam über den vereisten Fußweg zum Auto zu laufen. Alexej hielt sie sanft an ihrem Ellenbogen fest , hakte sich bei ihr unter und lief langsamer mit ihr zum Auto.
"Du sollst nicht so schnell hier lang laufen...auf ein Fest in der Notaufnahme kann ich verzichten!"
Etwas später standen sie vor einem Verkaufsstand und sahen durch das Angebot.
"Die sind völlig überteuert.." Alexej lachte spöttisch auf und lies ein paar Preisschilder durch seinen prüfenden Blick gehen.
"Alex...jetzt nimm schon einen! Ich hab Hunger!" Suzanne knurrte ihn leise an und atmete tief durch. Alexej schnappte sich eine Coloradotanne und brachte sie zum Verkäufer.
Suzanne lief währenddessen wieder langsam zum Auto zurück und plünderte im Handschuhfach Alexejs Schokoladenriegelvorrat.
Alexej und der Verkäufer machten die Tanne auf dem Dach fest und nach einem größeren Trinkgeld konnte Alexej auch endlich wieder ins warme Auto zurück.
"Und wo willst Du jetzt essen?"
"Ich hätte Lust auf chinesisch...aber habe auch Lust auf unser Bett.."
"Dann fahren wir nachhause und rufen den Lieferdienst an...oder bestell direkt von hier aus.."
Suzanne war einverstanden und dankbar dafür das Alexej so tolerant mit ihren Launen und Gelüsten war.
Während sie im Stau nach Long Island standen , begann sie sanft mit ihren Fingerspitzen durch seine Haare zu fahren und lächelte ihn zufrieden an.
"Sie bewegt sich gerade etwas..."
"Unsere Minimaus?" Alexej sah zu Suzanne und begann zu lächeln.
"Ja ich glaub die Schokolade hat die Kleine geweckt.." Suzanne öffnete ihren Mantel und legte seine Hand auf ihren Bauch. Alexej konnte zarte Bewegungen spüren und begann sanft über ihren Bauch zu fahren.
"Wie sich das wohl anfühlt wenn es fast soweit ist? Dann sieht man die Bewegungen sicher auch von außen."
Suzanne nickte und schloß ihre Augen.
"Wir sollten jetzt auch anfangen mehr Musik zu hören...wir fangen heute Abend damit an , ja? Wenn wir im Bett sind hören wir zum einschlafen noch etwas Musik. Etwas klassisches...ruhiges..."
"Du kannst jetzt auch wenn wir zuhause sind in die Wanne und da schon etwas entspannen...in der Zeit bring ich den Baum ins Haus...schmücken kann Ruby in selber!"
"Wir müssen noch Popcorn machen...für die Ketten..." Suzanne drehte ihren Kopf zu Alexej und lächelte ihn an.
"Das schieben wir auch Ruby in die Schuhe , die wollte ja schließlich den Baum.."
"Das werden wir alle gemeinsam machen...Du auch!" Sie zwinkerte ihm zu und grinste.
"Aber dafür komm ich mit in die Wanne...oder doch lieber Dusche?" Alexej beugte sich zu ihr und begann sie zu küssen.
Suzanne lächelte ihn müde an und zuckte leicht mit ihren Schultern.
"Lieber erst Essen und dann Bett...wir müssen fit für heute Abend sein...wenn deine Freundinnen und deine Schwester kommen...Du bist dann der einzige Mann im Haus...ist dir das bewusst?" Suzanne lachte leise und Alexej verzog sein Gesicht.
Der Verkehr begann wieder zu rollen.
"Dann werde ich am besten das gesamte Fest im Bett bleiben!" Alexej grinste vor sich hin und achtete auf den Stop and Go-Verkehr.
"Untersteh Dich! Dafür bist Du mir zu wichtig um nicht bei mir zu sein..."
Suzanne legte ihre Hand auf seine und lächelte zufrieden.
Alexej wusste nicht wirklich wie er am besten darauf antworten konnte , er nahm sanft ihre Hand in seine und küsste liebevoll auf ihre Fingerknöcheln..



38


Alexej spürte den vorwurfsvollen und bohrenden Blick von Patty , der auf seinem Rücken ruhte. Beide hatten sich am Ende des Abends in sein Billiardzimmer verzogen und genoßen irischen Whiskey und ein paar Zigaretten.
Alexej lies zwei Eiswürfel in ihr Glas fallen und füllte es zum drittel mit goldenem Whiskey.
Er drehte sich zu Patty um und hielt es ihr endgegen.
"Du magst Suzanne nicht.." Er hob leicht seine rechte Augenbraue und zündete sich eine Zigarette an.
"Ich mag die Situation nicht..."
"Welche?"
"Das ihr so harmonisch miteinander seid..." Patty sah misstrauisch zu ihm herüber und lehnte sich im schweren Ledersessel zurück.
Alexej schenkte ihr ein langsames , spöttisches Lächeln.
"Wie soll ich mich sonst verhalten?Sie ist eine tolle Frau..."
"Vor ein paar Wochen hast du noch anders gedacht...wolltest Roth unbedingt zurück."
"Da war mir vieles noch nicht klar.." Alexej balancierte sein Whiskeyglas am Rande des Billiardtisches , an dem er lehnte.
"Und was?Das Roth dir jetzt anscheinend egal ist?"
"Jetzt? Theoretisch war sie das schon als alles mit Suzanne angefangen hat..." Er nippte und wischte sich die feuchten Lippen mit seinem Handrücken sauber.
Patty verzog skeptisch ihr Gesicht.
"Gut die ersten Male haben wir uns wirklich nur das Hirn rausgevögelt...aber dann machte es klick und Suzanne fing an mich zu interessieren..."
"Alex..."
"Was?Das war es doch was du hören wolltest! Suzanne hat es geschafft das ich wirklich an nichts mehr denken konnte! Sie war die jenige die die offensiven , ersten Schritte gemacht hatte!Nur der ständige Gedanke an die Konsequenzen hatte mich davon abgehalten ihrem Werben zu verfallen...und dann hat sie es geschafft mich in einem pariser Puff zu verzaubern..später fickten wir im Hotel und zwei Tage später zog es uns noch mal in den Puff..nur um da genau so wie im Hotel weiter zu machen...mit Roth undenkbar!"
"Sie wird Dir nie bieten können was Roth für Dich war!"
"WAS denn?! Gefrustete , ständig besorgte , langweilige Zicke die sie am Ende war?! Nur der verdammt heiße Sex mit Suzanne hat es geschafft mich im Bett mit Roth auf Touren zu bringen! Wenn ich ehrlich zu mir bin weiß ich jetzt , das ich Sie damals nur vögeln wollte wenn ich mir Suzanne dabei vorstellte!Nur deswegen war unsere Ehe am Ende so gut...nicht , weil Roth irgendwas dazu beigetragen hat!"
Patty sah ihn fassungslos an und drückte schnell ihre Zigarette aus.
"Du bist ein guter Schauspieler Alexej! Kate dachte doch wirklich das Roth dir das Herz gebrochen hat , als Du bei uns zusammen gerutscht bist!"
"Es war der Stress , den ich mir nur gemacht habe , weil ich nicht wusste wie es weiter gehen soll."
"Sie ist zu jung für Dich! Denkst du in 5 Jahren bist du noch interesant? Du machst Dich lächerlich!" Patty ging auf ihn zu und sah ihn ziemlich sauer an.
Suzanne hatte den Beiden noch ein paar Snacks bringen wollen.
Sie stand mit dem Tablett voll Sandwitches vor der geschloßenen Tür. Sie hatte jedes Wort von Beiden verstanden. Fand Patty ziemlich überheblich , voreingenommen und arrogant.Alexej hingegen sah sie nun mit noch liebevollerem Blick , da sie dachte das er sich nie in sie verliebt hatte und nur jetzt aus Anstand bei ihr blieb.

Alexej zuckte mit seinen Schultern.
"Wir werden die uns gegebene Zeit genießen und das Beste daraus machen!Ich bin realistisch genug um zu wissen das wir eine begrenzte Dauer haben! Aber jetzt will ich einfach nur das unser Kind, mit einer Überlebenschanche von 25% , auf die Welt kommt und überlebt!Ich kann nichts dafür das Du und Kate nie die Chance hattet Kinder zu bekommen...und damals mit Clara hatte ich es selbst versaut! Jetzt will ich alles richtig machen! Von Anfang an!" Alexejs Stimme erhob sich und klang so ernst wie Suzanne es noch nie von ihm gehört hatte.
Sie schluckte einen dicken Klos herunter und sah auf ihren Bauch herunter.
Ihre Mundwinkel begannen zu zucken und sie sah auf die geschloßene Tür.
Wieder erklang Alexejs erhobene Stimme.
"Und wieso maßt Du es Dir an über Ehebrecher zu urteilen?Du warst es doch die mich und Kate damals auseinander gebracht hatte!"
Patty lachte auf und griff sich eine Zigarette.
"Mach Dich nicht lächerlich Alex! Wenn ich nicht gewesen wäre , hättest du sie halt ein paar Wochen später mit irgendwelchen Frauen betrogen! Du kannst nicht treu sein!KEINER kannst du treu sein! Nicht mal Dir selbst...spielst 10 Jahre den Ehemann...und schmeißt alles wegen einem verunglückten Seitensprung weg! Zahl Sie aus und geh wieder zu Roth!"
Suzanne riss ihre Augen auf und hielt krampfhaft das Tablett fest.
"WAS ERLAUBST DU DIR!?" Alexej knallte sein Whiskeyglas auf den hölzernen Rand des Billiardtisches.
"Suzanne ist keine Hure! Sie ist nicht auf mich angewiesen! Sie hatte soviel Charakter mich frei geben zu wollen! Sie hätte es akezeptiert das ich wieder zu Roth gehe , aber das wollte ich nicht!"
"Und wieso nicht? Nur weil Sie besser im Bett ist? Gott Alex..in ein paar Jahren solltest Du froh sein überhaupt noch einen hoch zu bekommen!"
"Weil ich sie liebe verdammt!" Alexej sah zornig zu Suzanne und atmete tief durch.
"...jedenfalls empfinde ich die letzten Wochen so. Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf...und nicht nur wegen des Babys." Er fuhr müde durch sein Gesicht und sah auf sein leeres Glas. Patty schwieg. Alexej sah zu ihr und lachte stumm auf.
"Du glaubst mir nicht...du glaubst nicht das es geht , anders als in der geliebten Komfortzone zu leben...Ich bin nicht wie Du oder Kate! Ich kann nicht auf Dauer in Gewohnheiten leben...Roth hat mich nur noch angeödet...und das hat Sie nicht verdient! Einen Mann der sie lästig findet...soll sie in Schottland glücklich werden , mit wem auch immer."
Er schenkte sich einen Schluck Whiskey nach und exte das Glas mit einem Zug.


Suzanne hatte die Sandwitches mit nach oben genommen.
Sie lag im Bett , lies einen Film an sich vorbeilaufen und puhlte an einer Scheibe Schinken herum.
Alexej kam leise ins Zimmer geschlichen. Sie sah zu ihm und lächelte.
"Ich schlaf noch nicht..."
"Sorry das es wieder so spät ist...aber Patty ist ein altes Tratschmaul.." Er lies sich auf seine Seite sinken und öffnete sein Hemd.
Suzanne robbte von hinten an ihn heran und küsste sanft und liebevoll auf seinen Hals.
Sie begann zu lächeln und fuhr durch seine leicht verschwitzten Haare.
"Du stinkst nach Whiskey und Zigaretten!"
"Sorry..ich geh gleich duschen!" Alexej schloß kurz seine Augen und stand dann wieder auf.Er küsste kurz auf ihre Stirn und verzog sich ins Badezimmer.
Suzanne lief ihm kurze Zeit später nach und sah ihn mit den Händen an die Duschwand gestützte unter den heißen Wasserstrahlen stehen.
Sie legte ihm frische Shorts und Handtücher bereit und klopfte dann vorsichtig an die Dusche. Alexej riss langsam seinen Kopf nach oben und sah zu ihr.
"Willst du reinkommen?" Er grinste sie müde an und begann seine Haare einzuseifen.
Suzanne schüttelte lächelnd ihren Kopf und setzte sich auf einen der Korbstühle.
Kurz darauf legte sich Alexej ein Handtuch um seine nassen Hüften und drückte sich Zahnpasta auf seine Zahnbürste.
Suzanne erhob sich und er konnte zuerst ihren Bauch spüren , der ihn an den Rücken traf , bevor er ihre weichen Lippen auf seiner feuchten Schulter spürte.
Er lächelte sie schief über den Spiegel her an. Suzanne schloß ihre Augen und küsste sich liebevoll von einer zur anderen Schulter.
Alexej stüzte sich am Waschtisch ab und lies seinen Kopf nach vorn ,zwischen seine Schultern fallen und schloß seine Augen.
"Alex , auch wenn das jetzt komisch klingt und das sicher der völlig falsche Zeitpunkt ist , möchte ich Dir sagen das ich nie was dagegen hätte, wenn Roth immer noch die erste Frau an deiner Seite ist..ich wäre einverstanden damit dich auf einer Art teilen zu müssen..."
Sie lies ihre Fingerspitzen über seinen nackten Rücken laufen.
Alexej atmete tief durch und der Whiskey machte sich langsam bemerkbar.
Er drehte sich zu ihr herum und zog sie sanft in seine Arme.
Stumm küsste er auf ihre Haare und kuschelte sich in ihren Griff.
"Auch wenn ich die letzten Freunde damit vergrault habe , stehe ich weiterhin zu Dir..."



39

Wie zu erwarten waren Kate und Patty am nächsten Morgen abgereist.
Somit blieben nur noch Linda , Ruby , Dorothy, Alexej und Suzanne im riesigen Haus auf Long Island zurück.
Am Weihnachtsmorgen , der für Alexej schon sehr früh , durch eine schlaflose Nacht , begonnen hatte , kamen Ruby und Linda die Dorothy bei sich hatten , in die Küche zu ihm und kuschelten sich bei ihm heran. Alexej legte seine Arme um sie herum und strich ihnen mit einem müden Lächeln über den Rücken.
"Frohe Weihnachten Onkel Alex.." Ruby sah zu ihm herauf und begann zu grinsen.
"Onkel Alex...so hast du mich schon ewig nicht mehr genannt...." Alexej lächelte zufrieden und warf Dorothy einen Lebkuchen zu.
Linda begann sich um das Frühstück zu kümmern und Ruby schob Alexej von seinem Stuhl.
"Und du gehst jetzt hoch Suzanne wecken...wir geben euch 30 Minuten!"

Alexej betrat das Schlafzimmer und hörte wie Suzanne im Badezimmer war.
Er griff sich seinen bereit gelegten Pyjama und zog ihn sich über.
Gerade als er seine Füße in dicke Socken steckte , kam Suzanne aus dem Badezimmer und schnäuzte sich. Alexej sah auf und zog besorgt seine Augenbrauen zusammen.
"Wie gehts Dir?"
Suzanne winkte ab und lies sich ins Bett sinken.
Alexej bemerkte das sie geweint hatte. Er lief zu ihr und setzte sich auf ihre Bettkannte.
Er griff sanft nach ihrer Hand und suchte ihren Blick.
"Was ist los?"
Suzanne atmete tief durch und schüttelte ihren Kopf.
"Alles gut..." Sie versuchte ihn an zu lächeln , begann dann aber doch wieder zu weinen.
"So sieht das aber nicht aus.." Alexej küsste liebevoll auf ihre Wange und strich ihr eine Strähne hinter ihr linkes Ohr.
"Guck Dich doch um Alex..." Suzanne schnäuzte sich und versuchte neue Tränen weg zu blinzeln.
"Das Haus ist so gut wie leer...dabei war es letztes Jahr voller Leute...du solltest jetzt deine Enkel , deine Tochter , deinen Schwiegersohn , deine besten Freundinnen und deine Frau um Dich haben...durch mich hast du alles verloren!" Sie wischte über ihre Augen und drückte das Taschentuch unter ihre Nase. Alexej schwieg.
Er reichte ihr den Taschentuchspender, setzte sich hinter sie und küsste warm auf ihren Nacken. Suzanne atmete tief durch und sah stur aus dem Fenster.
"Wenn ich es gewollt hätte , wäre es jetzt auch noch so...aber ich hab mich anders entschieden."
"Ich bin mir sicher , wenn Du dich entschuldigst, bekommst Du alles wieder hin."
"Wieso sollte ich mich entschuldigen?Kate ist nur wegen Patty mit , ich bin mir sicher das sie jetzt noch in irgendeinem Hotel in Flughafennähe wohnen und auf ihren Flug warten.Sie haben sicher ein schlechteres Weihnachten als wir zwei. Alice wird uns in drei Tagen hier wieder auf den Wecker fallen..."
"Und was ist mit Roth?"
"Suzanne..."
Es klopfte an ihrer Tür und Ruby sah hinein.Alexej sah zu ihr und lächelte leicht.
"Gib uns noch ein paar Minuten , ok?"
Ruby nickte und zog sich wieder zurück. Alexej küsste sanft auf Suzannes Haare.
"Für mich hat sich alles geändert , das gebe ich zu , aber ich sag nicht das es schlecht ist so wie es jetzt ist."
"Aber..."
"Kein Aber! Klar halten uns alle für schlecht und wollen so wenig wie möglich mit uns zu tun haben, aber das kann uns egal sein! Ich steh zu Dir! Ich lebe mit den Konsequenzen und versuch was neues und gutes mit Dir auf zu bauen."
"In Japan hast du noch anders gesprochen.."
"Weil ich mir selbst vorgelogen habe! Ich hab mir meine Ehe schön geredet!Sie war schon seit Jahren kaputt und Roth und ich haben immer wieder versucht sie zu reparieren , nur geht das irgendwann nicht mehr! Wir hatten nichts mehr gemeinsam ausser der Familie.Wir teilten nichts! Keine Interessen oder Hobbys...Mit Dir ist das anders Suzanne!Ich liebe es dir zu zu sehen wie du durch Galerien gehst und zielstrebig das beste Austellungsstück findest was es dort gibt...du verstehst meine Leidenschaft und lachst nicht darüber wenn ich mich für ein paar Farbkleckse begeistern kann..du kannst nicht backen, das müssen wir zu geben , aber dafür weißt du wo man Kunst in sämtlichen Formen findet! Du bist witzig und intelligent...charmant und sehr liebevoll...du hast dich doch ebenfalls nach Familie gesehnt und hast das Dreiecksleben mit Joyce gehasst...ständig auf den angesagten Partys , den angesagten Leuten Küsschen auf die Wangen zu drücken..."
Alexej stand auf und zog aus seinem Nachtschränckchen ein kleines , flaches Paket.
Er schob es auf der Decke zu Suzanne herüber und lächelte sie an.
"Das wollte ich Dir eigentlich heute Abend erst geben...unten warten nur noch ein neuer Schal und ein paar dicke Hausschuhe auf Dich.."
Suzanne lächelte leicht und zog die fliederfarbene Schleife auf.
Sie schlug das cremefarbene Seidenpapier zur Seite und ein strahlendweißer , kleiner Strampler und ein weißes Mützchen , auf dem kleine rosane Blumen gestickt waren und dazu passende Söckchen mit dem gleichen Muster lagen nun vor ihr.
Sie lachte leise auf und holte alles sorgfältig heraus.
Sie platzierte den Strampler auf ihrem Bauch und lächelte Alexej gerührt an.
"Wir schaffen das..." Alexej legte sich zu ihr und begann sie zu küssen.
Suzanne wusste das er ihr seine Liebe wohl nie gestehen könnte.
Sie schloß ihre Augen und akzeptierte das er nun für Sie da war und sich nun selbst das erste Mal in seinem Leben zurück stellen würde.


Alice saß maulig , mit angezogenen Knien auf dem Sofa , sah den anderen beim Auspacken der Geschenke zu und hielt dabei ein neues Buch in der Hand.
Clara sah zu ihr herauf und seufzte leise.
"Du weißt genau das Alexej dir das Handy erst schenkt wenn du bei ihm bist..."
"Ich weiß." Alice seufzte leise und sah auf ihre Geschenke.
Roth hatte ihr ein Hörbuch geschenkt , welches sie schon hatte und mal wieder einen dunkelgrünen Rollkragenpullover , weil der so gut zu ihren Haaren und Augen passte.
Von ihren Eltern hatte sie noch drei andere Hörbücher bekommen , wie praktisch das Alice sich nun selbst Geschenke aussuchen konnte , da sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubte , ein richtiges Buch , Süßigkeiten und ein Puzzle , das sie nie puzzeln würde , denn Alice hasste es zu puzzeln , aber das wussten ihre Eltern nicht.
Sie schlug ihr neues Buch auf und begann darin zu lesen.
Sie wusste das sie gar nicht fragen brauchte , ob man ihr den neuen Mp3 Player mit den anderen Hörbüchern die sie hatte bestücken würde , weil sie sich dann noch mehr abkapseln würde , sie sollte schließlich Zeit mit der Familie verbringen.
Roth setzte sich zu ihr auf das Sofa und hielt ihr eine Tasse mit heißem Kakao endgegen.
"Willst du was trinken?"
Alice sah vom Buch auf und hatte noch Reste von ihrem letzten Kakao in ihren Mundwinkeln hängen.
"Nein."
"Kekse?"
"Nein." Sie blickte Roth abwartend und zugleich ausdruckslos an.
"Irgendeinen anderen Wunsch?" Roth lächelte sie liebevoll an und strich über ihre Wange.
Bevor Alice antworten konnte , fiehl Matthew ihr ins Wort.
"Wir sollten jetzt aufräumen und dann frühstücken fahren!"
Er stand auf und hielt einen großen Müllsack für das Geschenkpapier auf.
Alice glitt vom Sofa und stopfte ihr Papier in den Sack.

Kurz darauf saßen sie in Olivias Pension und genoßen ein ausschweifendes Weihnachtsfrühstück.
Roth stahl sich für ein paar Minuten weg und ging zu Olivia.
Olivia grinste sie an und polierte ein paar Teller.
"Kann die kleine rothaarige auch reden?"
Roth seufzte und zuckte mit ihren Schultern.
"Ja , nur nicht mit uns...mit mir erst recht nicht..."
"Lass den Kopf nicht hängen!Mein kleiner Jimmy fremdelt auch immer wenn wir uns wieder sehen! Diesmal hatte es auch ein paar Tage gedauert bis er wieder warm wurde!"
Olivias Tochter , reiste jedes Jahr von London zurück in die Heimat , immer an Weihnachten , Ostern , zu Olivias und ihrem eigenen Geburtstag und für zwei Wochen im Sommer.
Roth lächelte leicht und sah zu Alice , die unzufrieden an einem Blaubeermuffin herumpuhlte.
"Uns bleibt aber keine Woche mehr...sie reisen schon übermorgen ab. Alice verbringt dann noch eine Woche bei Alex..."
"Das nächste mal wird es besser , glaub mir!" Olivia lächelte sie an und drückte ihr einen Teller mit frischen Waffeln in die Hand.
"Und jetzt geh wieder zu deiner Familie , ich glaub der kleine Süße möchte noch eine Waffel mit seiner Oma essen...denk dran das du noch zwei andere Enkel hast die dich lieben!"
Roth nickte , schenkte ihr ein kleines Lächeln und lief wieder zu ihrer Familie.
Olivia behielt Recht , George gefiehl der Teller mit den Waffeln und er hatte Spaß daran sich die mit Roth die Waffel zu teilen und sie mit seinen Fingern zu essen.
Alice hingegen blieb bei ihrem Muffin und registrierte nicht einmal wieviel Spaß alle um sie herum hatten , das Einzige was sie wollte war zurück zu fliegen und Zeit mit Alexej zu verbringen...

[Bild: wintertalejoeqap3kuv.png]
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07.10.2019, 08:41
Beitrag #1095
RE: Wintertale
Eine tolle Geschichte, sehr spannend und unterhaltsam!

Wenn du jemals mit dem Gedanken spielst, die Geschichte professionell zu veröffentlichen, also ein Buch daraus zu machen, dann wende dich am besten an diese Adresse: https://www.nrw-presseportal.com

Liebe Grüße!
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